Daimler Werk Ungarn

Schon heute betreibt Daimler einen Fertigungsstandort in Ungarn. - Bild: Ungarn

1. Full-Flex Werk schafft technische Voraussetzungen für flexible Produktion

Das Full-Flex Werk baut auf der im Februar vorgestellten Factory 56 auf, ist damit vollständig digitalisiert, auf nachhaltige Produktion ausgelegt und stellt den Menschen in den Mittelpunkt, wie es in einer Mitteilung des Autobauers heißt.

Mercedes Produktions-Chef Markus Schäfer erklärt: „In einem Full-Flex Werk können verschiedenste Fahrzeugarchitekturen vom Kompaktmodell bis zur heckgetriebenen Limousine und unterschiedlichen Antriebsformen inklusive Elektrofahrzeugen flexibel auf einem Band produziert werden. Wir entwickeln damit das Produktionskonzept der Factory 56 weiter.“

Das neue Pkw-Werk in Kecskemét besteht aus Presswerk, Rohbau, Oberflächenbearbeitung und Montage. Das Werk ist laut Unternehmensangaben hocheffizient und verfügt über eine CO2-neutrale Energieversorgung.

2. Grundidee der Factory 56 wird auf kompletten Standort übertragen

Mercedes-Benz präsentierte im Februar mit der Factory 56 in Sindelfingen eine der modernsten Automobilproduktionen der Welt mit dem Menschen im Mittelpunkt.

Kernelemente sind die vollständige Vernetzung aller Anlagen und Prozesse, die durchgängige Umsetzung der papierlosen Fabrik sowie die digitale Steuerung des Materialflusses.

Tablets, Handhelds, Smartphones und Smartwatches unterstützen die Mitarbeiter in der täglichen Arbeit. Dabei ist die Factory 56 im Sinne von Industrie 4.0 durchgängig digitalisiert und mit anderen Fertigungen des globalen Produktionsnetzwerks verbunden.

Die Grundidee der Factory 56 überträgt das Unternehmen nun auf einen kompletten Standort. Weil alle Werksteile – vom Presswerk bis zur Montage – neu entstehen, lasse sich die komplette Prozesskette optimal aufeinander abstimmen, wie es seitens Daimlers heißt. Die Produktion startet Anfang des nächsten Jahrzehnts.

3. Das Full-Flex Werk ist ein gigantisches Bauprojekt

Für das neue Full-Flex Werk werden 972.700 Kubukmeter Erde bewegt. Die bebaute Fläche ist 382.033 Quadratmeter groß. Das entspricht circa 54 Fußballfeldern.

Mehr als 17.000 Tonnen Stahl werden beim Bau des zweiten Werks am Standort Kecskemét verbaut. Mit dieser Stahlmenge könnte man rund 1,7 Pariser Eiffeltürme bauen.

4. Modernste Produktionstechnologien sollen zum Einsatz kommen

Bereits in der Planungsphase wird das Full-Flex Werk laut Daimler vollständig digital abgebildet und optimiert. Ein neues Presswerk, der Karosserie-Rohbau, die Oberflächenbearbeitung und ein flexibles Montagesystem für zukünftige Anforderungen schaffen mit Industrie 4.0 die Voraussetzungen für eine flexible Produktion unabhängig von Fahrzeugarchitektur und Antriebsform.

Die Produktion basiert auf den Vorgaben der Lean Production und beinhaltet ein Werkslayout mit kurzen Wegen und Durchlaufzeiten für maximale Effizienz „mit einem gemeinsamen Pulsschlag durch die gesamte Produktion“, wie es in der Pressemitteilung heißt. Dies umfasse auch Mensch-Maschinen-Kooperationen und digital unterstützte Prozesse inklusive der Arbeitsorganisation sowie Logistik und Qualitätssicherung.

Auch der Karosserierohbau verfügt über neue Fertigungskonzepte: Bereits vom ersten Bauteil an ist die Produktionssequenz wie in einer Perlenkette definiert. Im Rohbau der Zukunft, lassen sich die einzelnen Stationen flexibel kombinieren. Durch diese Flexibilität können unterschiedliche Derivate einer Baureihe gleichzeitig gefertigt werden. Heute sind hierfür mehrere spezifische Produktionslinien nötig.

Integriert werden auch moderne Logistik-Konzepte. In den Kommissionierzonen werden modernste Pick-by-Light oder Pick-by-Voice Technologien eingesetzt. Während bei Pick-by-Light dem Kommissionierer die zuzuteilenden Artikel und Mengen über eine direkt am Entnahmefach angeordnete Fachanzeige übermittelt wird, erhält der Mitarbeiter bei Pick-by-voice die Aufträge vom Lagerverwaltungssystem mittels Funk direkt ins Ohr.

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5. Werker erhalten ergonomisch optimierte Arbeitsplätze

Bei allen Aktivitäten im neuen Werk soll der Mensch im Mittelpunkt stehen. Die Beschäftigten arbeiten an ergonomisch optimierten Arbeitsplätzen und werden durch digitale Tools optimal in ihren Tätigkeiten unterstützt.

Mit intelligenten Mensch-Maschine-Kooperationen ist eine Teilautomatisierung zur Entlastung der Menschen möglich. Die Gestaltung von Arbeitsplätzen und Pausenzonen orientiert sich an ergonomischen Grundsätzen und ermöglicht neue Kommunikationsformen in einem modernen Ambiente.

  • Jaguar I-Pace

    Platz 7: Indien. 5 Prozent aller Innovationen im Automobilbereich kommen aus dem Milliarden-Einwohner-Land. Einer der wichtigsten Autobauer dort ist Tata, Mutterkonzern von Jaguar Land Rover. Im Bild: Das Elektroauto Jaguar I-Pace. - Quelle: PwC/CAM; Bild: Jaguar

  • Kia Niro

    Platz 6: Südkorea. Ebenfalls 5 Prozent aller Innovationen im Automobilbereich kommen aus Südkorea. Im Bild zu sehen, ist die Elektroversion des Kia Niro. - Quelle: PwC/CAM; Bild: Kia

  • Tesla Model X

    Platz 5: USA. Aus den Vereinigten Staaten kommen 11 Prozent der Innovationen im Automobilsektor. Im Bild zu sehen, ist das Model X von Tesla. - Quelle: PwC/CAM; Bild: Tesla/Alexis Georgeson

  • Renault Zoe

    Platz 4: Europa (ohne Deutschland). Von dort stammen 12 Prozent aller Innovationen im Automobilbereich. Im Bild: Renaults Elektroauto Zoe. - Quelle: PwC/CAM; Bild: Renault

  • Toyota Mirai

    Platz 3: Japan. 17 Prozent aller Innovationen im Automobilsektor stammen aus dem Land der aufgehenden Sonne. Im Bild: Toyotas Wasserstoffauto Mirai. - Quelle: PwC/CAM; Bild: Toyota

  • Volvo Polestar 1

    Platz 2: China. Das Reich der Mitte hat sich auf den zweiten Platz dieses Rankings geschoben. 18 Prozent aller Innovationen stammen von dort. Im Bild: Der Polestar 1, eine Submarke von Volvo, die wiederum eine Tochter des China-Autobauers Geely ist. Der Polestar 1 soll einmal in China vom Band rollen. - Quelle: PwC/CAM; Bild: Volvo

  • BMW i8 Roadster

    Platz 1: Deutschland. 32 Prozent aller Innovationen im Automobilbereich stammen aus der Bundesrepublik. Im Bild zu sehen, ist der BMW i8 Roadster. - Quelle: PwC/CAM; Bild: BMW