Jörg Hofmann , IG Metall

Angesichts der Standortschließungen und des Stellenabbaus bei Siemens droht IG-Metall-Chef Jörg Hofmann mit "Krawall". - Bild: IG Metall

Die Industriegewerkschaft will die Pläne nicht einfach so hinnehmen und werde "nun ordentlich Krawall machen", sagte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann der Süddeutschen Zeitung. Der Konzern solle über Investitionen Jobs schaffen, forderte er. Zu möglichen Arbeitskämpfen wollte Hofmann sich noch nicht konkret äußern. "Streik bleibt immer das letzte Mittel", sagte er der Zeitung.

Siemens hatte vor einer Woche angekündigt, mit dem Abbau von Produktionskapazitäten in den nächsten Jahren weltweit 6.900 Stellen abbauen zu wollen, davon die Hälfte in Deutschland.

Bei der gerade begonnen Tarifrunde für die knapp vier Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie plane die Gewerkschaft allerdings jetzt schon Warnstreiks. Dies sei aber kein Ritual, "sondern wir brauchen den Druck. Der wirkt bei der Auftragslage," sagte Hofmann weiter. Einen massiven Arbeitskampf - also einen, in dem die Gewerkschaft zu Streiks von mindestens 24 Stunden Dauer aufruft - könne sich die Industrie Anfang 2018 eigentlich nicht leisten. Die Friedenspflicht gilt noch bis Ende Dezember.