IG Metall, Warnstreik, NRW, Produktion

Zum Beispiel bei Thyssen Krupp Steel Europe soll gestreikt werden. - Bild: IG Metall

Die zweite Tarifverhandlung für die rund 72000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie wurde heute in Essen ohne Ergebnis abgebrochen. Die Arbeitgeber hatten eine Entgelterhöhung von 1,3 Prozent für 15 Monate angeboten. Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen und Verhandlungsführer: „Ein Angebot, das unterhalb der Inflationsrate liegt und zu Reallohnverlust führt, ist indiskutabel und nicht verhandelbar. Damit würden die Arbeitgeber die Verantwortung für die Eskalation des Konfliktes tragen, meinte Giesler.

Laut IG Metall befinde sich die Branche in einer stabilen Situation, die Stahlpreise würden weiter steigen, die Auftragseingänge befänden sich auf leicht steigendem Niveau, die Auslastung der deutschen Stahlwerke sei gut. Es gebe keinen Grund für die Arbeitgeber für ein "solch mickriges Angebot", so Giesler. Es bestehe jetzt die Chance auf eine "vernünftige Entgelterhöhung in Verbindung mit beschäftigungssichernden Elementen". Diese Chance hätten die Arbeitgeber am heutigen Tag nicht genutzt, deshalb ruft die IG Metall für die Zeit ab Dienstag, 7.März 2017, zu Warnstreiks im gesamten Tarifgebiet auf“, sagte der IG Metall-Bezirksleiter.