Ledvance

Das Ledvance-HQ in München. - Bild: LHL1/ Wikimedia/CC-BY-SA-4.0

Am Freitag sollten die Beschäftigten an den verschiedenen Stadtorten informiert werden, sagte Steinecker. Von Ledvance selbst war keine Bestätigung für den Schritt zu erhalten. Zunächst hatten mehrere Medien über den Austritt des Unternehmens aus dem Arbeitgeberverband berichtet.

Erst am Donnerstag hatten die bayerischen Tarifparteien den zuvor in Baden-Württemberg ausgehandelten Pilotabschluss übernommen. Damit erhalten die tarifgebundenen Metallarbeiter im Freistaat ab April 4,3 Prozent mehr Geld und nächstes Jahr Zusatzzahlungen.

Für die Ledvance-Beschäftigten wirkt nun zunächst einmal der alte Tarifvertrag weiter. «Es ist kein gutes Zeichen für die Mitarbeiter, es ist ein Schlag ins Gesicht», meinte Steinecker zu dem Schritt der Ledvance-Zentrale in Garching bei München. Die Gewerkschaft hoffe nun auf ein Umdenken und eine Rückkehr des Unternehmens in den Verband.

Ledvance hatte angekündigt, den größten deutschen Standort in Augsburg sowie das Werk in Berlin schließen zu wollen. In weiteren Fabriken ist ein Personalabbau geplant. Insgesamt würden damit rund 1400 von etwa 2300 Mitarbeitern in Deutschland ihren Job verlieren.

Ledvance hat insbesondere damit zu kämpfen, dass das Unternehmen noch viel herkömmliche Produkte wie Leuchtstoffröhren anbietet und am Markt fast nur noch moderne Leuchtdioden (LED) gefragt sind.