Thyssenkrupp

Die IG Metall vermisst bei der geplanten Fusion der Stahlsparten von Thyssenkrupp und Tata Steel langfristige Sicherheiten für die Beschäftigten. - Bild: Thyssenkrupp

Darin fordert sie neben Beschäftigungs- und Standortgarantien auch Obergrenzen bei der Abführung der Gewinne sowie den Erhalt der Mitbestimmung auch für die geplante niederländische Holding für das Stahlgeschäft.

In den Arbeitsgruppengesprächen zur Fusion sei vor allem deutlich geworden, dass die beiden Konzerne sich bisher nur über ihre Interessen verständigt hätten, kritisierte Thyssenkrupp-Steel-Gesamtbetriebsratschef Günter Back. Über langfristige Sicherheiten für die Beschäftigten sei dagegen bisher kein Wort verloren worden. Unter diesen Umständen könne man dem Joint Venture nicht zustimmen.

Thyssenkrupp soll sich nach dem Willen der Gewerkschaft verpflichten, seine Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen langfristig zu halten. Die IG Metall fürchtet ferner, dass das Stahlunternehmen finanziell nicht stark genug sein könnte und fordert neben einer angemessenen finanziellen Ausstattung, dass der Mutterkonzern auch für etwaige Verluste der Stahlsparte einsteht.

Der Forderungskatalog wurde am Dienstag bei Betriebsversammlungen den Beschäftigten der Stahlsparte vorgestellt. Insgesamt beschäftigt sie 27.000 Mitarbeiter. Im September hatten sich Thyssenkrupp und Tata darauf verständigt, ihre Stahlgeschäfte in einem paritätisch geführten Joint Venture zusammenzuführen. Bis zu 4.000 Stellen sollen dabei abgebaut und die Kosten um bis zu 600 Millionen Euro gedrückt werden.