Jörg Hofmann

Gewerkschaftschef Jörg Hofmann erklärte in einem Interview, dass die IG Metall die Einführung der 28-Stunden-Woche durchspiele. - Bild: IG Metall

Es ginge darum, ob die Beschäftigten für einen bestimmten Zeitraum das Recht erhalten sollten, für Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen die Arbeitszeit zu verkürzen, etwa von 35 auf 32 oder 28 Stunden", sagte Hofmann der Wirtschaftswoche. Die Arbeitgeber sollen dabei einen Lohnausgleich zahlen.

Zudem will die IG Metall eine Entlastung für Schichtarbeiter durchsetzen. Diese sollen laut Hofmann die Möglichkeit erhalten, eine Arbeitszeit unterhalb von 35 Stunden zu wählen. Darüber hinaus sollen sie nach den Vorstellungen des Gewerkschaftschefs pro Jahr eine bestimmte Anzahl von Schichten frei einteilen könne.

Neben kürzeren Arbeitszeiten wird die IG Metall auch auf ein kräftiges Lohnplus drängen. "Wir wollen qualitative Forderungen durchsetzen, und wir haben eine konjunkturelle Großwetterlage, die nicht für Entgeltzurückhaltung spricht", betonte Hofmann.