Laut dem Statistischen Bundesamt sind die Einfuhrpreise 2017 so stark gestiegen wie seit 2011 nicht mehr.

Laut dem Statistischen Bundesamt sind die Einfuhrpreise 2017 so stark gestiegen wie seit 2011 nicht mehr. - Bild: Pixabay

Besonders die Preisentwicklung bei importierten Vorleistungsgütern (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) beeinflusste mit einem Plus von 5,1 Prozent gegenüber 2016 die Jahresveränderungsrate der Einfuhrpreise.

Die Einfuhrpreise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen lagen um 20,8 Prozent über dem Niveau von 2016. Für Nicht-Eisen-Metalle und Halbzeug daraus wurde im Jahresdurchschnitt 11,6 Prozent mehr bezahlt als ein Jahr zuvor. Chemische Grundstoffe (+ 7,7 Prozent) waren ebenfalls teurer, während sich elektronische Bauelemente (- 1,6 Prozent) verbilligten.

Auch die Preisveränderungen bei Energieträgern (+ 18,9 Prozent gegenüber 2016) hatten einen wesentlichen Einfluss auf die Jahresveränderungsrate der Einfuhrpreise. Steinkohle verteuerte sich um 39,0 Prozent, Rohöl um 22,8 Prozent. Die Preise für Mineralölerzeugnisse lagen im Durchschnitt um 20,3 Prozent über dem Niveau von 2016, importiertes Erdgas war um 9,3 Prozent teurer. Der Einfuhrpreisindex ohne Energie lag im Jahresdurchschnitt 2017 um 2,2 Prozent über dem Stand des Vorjahres. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, waren die Einfuhrpreise um 2,7 Prozent höher als 2016.

Bei den Verbrauchsgütern mit einem Preisanstieg von 1,6 Prozent gegenüber 2016 waren vor allem Milch und Milcherzeugnisse (+ 15,7 Prozent) sowie Schweinefleisch (+ 10,3 Prozent) teurer, während sich unter anderem verarbeiteter Kakao (- 20,0 Prozent) verbilligte.

Die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter stiegen gegenüber 2016 um 1,0 Prozent. Insbesondere lebende Tiere und Erzeugnisse tierischen Ursprungs (+ 12,1 Prozent) waren 2017 teurer als vor einem Jahr. Das lag unter anderem an den beträchtlich gestiegenen Preisen für lebende Schweine (+ 16,1 Prozent) und für Eier (+ 15,2 Prozent). Rohkakao (- 30,5 Prozent), Haselnüsse (- 11,4 Prozent) und Mandeln (- 9,8 Prozent) waren dagegen billiger.

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    Der Außenhandelsumsatz Deutschlands aus Importen und Exporten mit der Tschechischen Republik betrug 2016 80.640.219.000 Euro. Das bedeutet Platz 10. - Quelle: Detatis; Bild: Pixabay

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    Auf Platz 9 der umsatzstärksten Außenhandelspartner Deutschlands landete die Schweiz 2016 mit 94.272.700.000 Euro.- Quelle: Detatis; Bild: Pixabay

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    A leivande Gschicht: Österreich war 2016 mit einem Umsatz von 98.429.197.000 Euro der achtgrößte Außenhandelspartner Deutschlands.- Quelle: Detatis; Bild: Pixabay

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    Auf Platz sieben der umsatzstärksten Außenhandelspartner Deutschlands landete 2016 Polen mit 162.492.510.000 Euro.- Quelle: Detatis; Bild: Pixabay

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    Mit einem Umsatz aus Import und Export von 113.255.970.000 Euro belegte Italien 2016 Platz 6.- Quelle: Detatis; Bild: Pixabay

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    Auf dem fünften Platz der größten deutschen Außenhandelspartner lag 2016 Großbritannien. Zusammengenommen kommen die Importe und Exporte vom und ins Vereinigte Königreich auf 121.771.743.000 Euro. - Quelle: Detatis; Bild: Pixabay

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    Kleines Land - großer Außenhandelsumsatz für Deutschland: mit 162.492.510.000 Euro im Jahr 2016 belegten die Niederlande in Sachen Umsatz Platz vier.- Quelle: Detatis; Bild: Pixabay

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    Die Vereinigten Staaten von Amerika sind in Sachen Umsatz, also Import und Export zusammen, der drittgrößte Außenhandelspartner Deutschlands. In und aus den USA flossen 2016 Waren im Wert von 164.793.888.000 Euro. - Quelle: Detatis; Bild: Pixabay

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    Den zweiten Platz in Sachen Umsatz aus Exporten und Importen belegte 2016 Frankreich. 167.064.714.000 Euro werden mit dem Nachbarland umgesetzt. - Quelle: Detatis; Bild: Pixabay

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    Ganz klar die Nummer Eins in Sachen deutscher Außenhandel war 2016 die Volksrepublik China. Der Umsatz aus Im- und Export beträgt gewaltige 169.907.557.000 Euro - Quelle: Detatis; Bild: Pixabay

  • Weihnachtsinsel

    Übrigens: Den letzten Platz (237) in der Destatis-Aufstellung der umsatzstärksten Außenhandelspartner belegt die zu Australien gehörige Weihnachtsinsel im Indischen Ozean (rund 2.100 Einwohner). Der Außenhandelsumsatz mit Deutschland beträgt 1.000 Euro. - Quelle: Destatis; Bild: TUBS/Wikipedia/CC BY-SA 3.0

Die Preise für importierte Gebrauchsgüter lagen durchschnittlich um 0,5 Prozent unter denen des Jahres 2016.

Bei den Investitionsgütern mit einem Preisrückgang gegenüber 2016 von durchschnittlich 0,4 Prozent waren unter anderem Datenverarbeitungsgeräte (- 3,6 Prozent) günstiger als vor einem Jahr.

Die Ausfuhrpreise lagen im Jahresdurchschnitt 2017 um 1,8 Prozent über denen des Vorjahres (2016: - 0,9 Prozent). Dies war der größte Preisanstieg seit 2011 (+ 3,3 Prozent gegenüber 2010). Auch bei den Ausfuhrpreisen beeinflusste der Preisanstieg der Vorleistungsgüter (+ 2,9 Prozent) maßgeblich die Jahresveränderungsrate. Der Preisanstieg exportierter Energieprodukte (+ 13,2 Prozent) wirkte sich wegen des geringeren Wägungsanteils am Ausfuhrpreisindex vergleichsweise moderat aus.

Veränderungen im Dezember 2017

Im Dezember 2017 lagen die Einfuhrpreise um 1,1 Prozent über denen von Dezember 2016. Dies war der niedrigste Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit November 2016 (+ 0,3 Prozent gegenüber November 2015). Im November 2017 hatte die Jahresveränderungsrate + 2,7 Prozent betragen, im Oktober 2016 hatte sie bei + 2,6 Prozent gelegen. Gegenüber November 2017 stiegen die Importpreise im Dezember 2017 um 0,3 Prozent.

 

Auch im Dezember 2017 hatte die Entwicklung der Vorleistungsgüter (+ 2,6 Prozent) den größten Einfluss auf die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat. Gegenüber dem Vormonat fielen die Preise geringfügig um 0,1 Prozent. Insbesondere importiertes Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen sowie Nicht-Eisen-Metalle und Halbzeug daraus verteuerten sich gegenüber Dezember 2016, ausgenommen Nickel, das billiger war als im Vorjahresmonat. Die Preise für elektronische Bauelemente (- 6,4 Prozent) und Eisenerze (- 4,5 Prozent) lagen dagegen unter denen des Vorjahresmonats.

Importierte Energieträger waren im Dezember 2017 um 7,9 Prozent teurer als im Dezember 2016 (+ 2,4 Prozent gegenüber November 2017). Während sich Rohöl, Erdgas und Mineralölerzeugnisse verteuerten, sanken die Preise für Steinkohle und elektrischen Strom.

Der Einfuhrpreisindex ohne Energie war im Dezember 2017 um 0,3 Prozent höher als im Dezember 2016 (unverändert im Vergleich zu November 2017). Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Einfuhrpreisindex im Dezember 2017 um 0,4 Prozent über dem Stand des Vorjahres (+ 0,1 Prozent gegenüber November 2017).

Eingeführte Gebrauchsgüter (- 2,1 Prozent) und Verbrauchsgüter (- 0,7 Prozent) verbilligten sich gegenüber Dezember 2016. Investitionsgüter (- 1,2 Prozent) waren im Vorjahresvergleich ebenfalls günstiger.

Die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter lagen um 5,7 Prozent unter denen von Dezember 2016.

Der Index der Ausfuhrpreise lag im Dezember 2017 um 1,0 Prozent über dem Stand von Dezember 2016. Im November 2017 hatte die Veränderung zum Vorjahr + 1,2 Prozent betragen, im Oktober 2016 waren es + 1,5 Prozent gewesen. Gegenüber dem Vormonat November 2017 stieg der Ausfuhrpreisindex im Dezember 2017 geringfügig um 0,1 Prozent.

Destatis