Elektroauto

Elektroautos sind emissionsfrei. Foto: Pixabay/hrohmann

Elon Musk, Chief Executive des Elektroautobauers Tesla Motors und mehr als drei Dutzend weitere Unterzeichner haben die Regulierer in Kalifornien aufgefordert, mehr Druck auf VW auszuüben, nachdem der deutsche Konzern mittels Einsatz einer speziellen Software Abgaswerte seiner Dieselfahrzeuge manipuliert hat. In einem Brief an Mary Nichols, Vorsitzende des California Air Resources Board (CARB), fordern Musk und seine Mitstreiter, das Programm zur Durchsetzung der "Null-Emissions-Fahrzeuge" zu beschleunigen.

Hintergrund der Forderung ist, dass elektrisch oder durch andere Technologien betriebene Fahrzeuge nur wenig bis gar keine Emissionen verursachen. VW hatte im Oktober mitgeteilt, dass der neue Phaeton elektrisch angetrieben werde und dass sich das Unternehmen auf die Entwicklung von Kraftfahrzeugen mit Hybridantrieb und Elektromotoren mit einer Reichweite von mehr als 186 Meilen fokussieren wolle. Seitens VW und Tesla waren zunächst keine Kommentare zu dem Schreiben zu erhalten. Ein CARB-Sprecher sagte: "Unser Fokus war und wird weiter auf sauberer Luft liegen und dem Vorantreiben der saubersten Fahrzeuge und Treibstofftechnologien".

Angestoßen worden war die Debatte vor einigen Wochen von Tesla-Investor Ion Yadigaroglu vom Beteiligungsunternehmen Capricorn Investment Group. Yadigaroglu hatte vorgeschlagen, VW als Strafe für die Manipulationen bei den Abgastests zur Herstellung von Elektrofahrzeugen zu zwingen. In ihrem Brief fordern Musk und die Unterzeichner nun, die Null-Emissions-Fahrzeuge mit einer Frist von fünf Jahren einzuführen. Damit würden die Emissionen zehnmal stärker gesenkt, als sie nun durch die Dieselbetrügereien erhöht worden seien. VW solle außerdem in neue Fabriken und die Fahrzeugentwicklung investieren, anstatt mit Geldstrafen belegt zu werden.