Bosch Industrie 4.0 Award Sieger

Das Team von Bosch Blaichach, dem Gesamtsieger des Industrie 4.0 Awards 2015. - Bild: Anna McMaster

Hauptsieger Bosch: Vernetzung der Produktionsanlagen

Das Bosch-Werk Blaichach erhält den Industrie 4.0-Award für die Vernetzung sämtlicher Betriebsmittel in der Produktion und Logistik sowie für die Verarbeitung der Betriebsdaten und -zustände in Echtzeit. Das Werk fertigt mit 3270 Mitarbeitern elektronische Bremssysteme, Einspritzkomponenten, Turbolader und Sensoren für die Antriebstechnik.

In seinem Vortrag dokumentierte Dr. Rupert Hoellbacher eindrucksvoll, welche Vorteile aus den, zur Erfüllung der Dokumentationspflicht, digital generierten Daten im weiteren für das Unternehmen resultieren. Bei Bosch werden diese verwendet, um daraus Handlungsempfehlungen und letztendlich fundiertes Wissen über die Maschinen zu gewinnen.

Die Erhebung der Daten in Echtzeit wird letztendlich dazu führen, dass frühzeitig prognostiziert werden kann, welche Störungen bei der Maschine auftreten und bildet zudem auch die Basis für ein Benchmarking der einzelnen Werke. Dies hält Hoellbacher für ein „geniales Mittel“, wenn Unternehmen standardisierte Maschinen im Einsatz haben. Denn seines Erachtens ist der Vergleich die beste Art – hieraus wird bei ihnen internationales Lernen initiiert.

Dies betreiben sie seit zwei Jahren so in der Praxis, worüber sich eine Steigerung der Performance von über 20 Prozent erreichen ließ, die in Stück pro Stunde gemessen wird, laut Hoellbacher die „einzige wahre Einheit“. Auch wenn er Industrie 4.0 als einen wesentlichen Teil der Unternehmensstrategie benennt, steht der Mitarbeiter im Mittelpunkt, denn „man kann die tollste Verknüpfung haben, aber gesteuert wird sie durch den Menschen“.

Mit dem Industrie 4.0-Award zeichnen die Fachzeitung Produktion und die Unternehmensberatung ROI Management Consulting AG Unternehmen aus, die Industrie 4.0-Prozesse erfolgreich in der Produktion und Fertigung umsetzen. Eine Fachjury beurteilt umgesetzte Industrie 4.0-Lösungen nach den Kriterien Innovationsgrad, Wirtschaftlichkeit, Praxistauglichkeit und Kundennutzen.