Die Industrie investierte im Jahr 2016 rund 8,4 Milliarden Euro in den Umweltschutz.

Die Industrie investierte im Jahr 2016 rund 8,4 Milliarden Euro in den Umweltschutz. - Bild: Pixabay

Der Großteil der Investitionen für den Umweltschutz (37,7 Prozent beziehungsweise 3,1 Milliarden Euro) floss 2016 in Maßnahmen der Abwasserwirtschaft, zum Beispiel für Neutralisations- und Kläranlagen. Der zweitwichtigste Investitionsbereich für Unternehmen war der Klimaschutz mit 2,7 Milliarden Euro (32,5 Prozent), zu dem neben Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien auch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sowie zur Vermeidung von Kyoto-Treibhausgasen gehören.

Im Vergleich zu 2015 sanken die Investitionen in den Klimaschutz um 11,3 Prozent. Das ist allein auf einen Rückgang der Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energien zurückzuführen (-413 Millionen Euro beziehungsweise -21,7 Prozent). Dieser Rückgang resultiert maßgeblich daraus, dass es bei den Energieversorgern im Bereich erneuerbare Energien im Jahr 2015 eine einmalige Großinvestition gegeben hatte. Im Jahr 2016 lagen die Investitionen wieder in etwa auf dem Niveau von 2014.

Betrachtet man den wirtschaftlichen Schwerpunkt der Unternehmen, so entfiel der Großteil der Umweltschutzinvestitionen auf die Wirtschaftsabteilungen Abwasserentsorgung (26,3 Prozent beziehungsweise 2,2 Milliarden Euro), Energieversorgung (24,1Prozent beziehungsweise 2,0 Milliarden Euro) sowie Sammlung, Behandlung und Beseitigung von Abfällen sowie Rückgewinnung (14,3 Prozent beziehungsweise 1,2 Milliarden Euro). Der hohe Anteil der Entsorgungsunternehmen an den Investitionen für den Umweltschutz ist darauf zurückzuführen, dass deren Investitionen nahezu vollständig dem Umweltschutz zuzurechnen sind, da ihre wirtschaftlichen Aktivitäten auf die Beseitigung oder Verarbeitung von Emissionen ausgerichtet sind.

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