Rolls-Royce

Rote Zahlen statt rosige Aussichten beim Industriekonzern Rolls-Royce. - Bild: Rolls-Royce

Die Zahlung einer Millionensumme zur Beilegung einer Bestechungs- und Korruptionsaffäre, der Kurseinbruch des Britischen Pfundes und Rückschläge bei hochkarätigen Triebwerksprogrammen bescherten dem Konzern zudem ein Einbruch beim operativen Gewinn.

Der Nettoverlust summierte sich auf 4,03 Milliarden Britische Pfund Sterling, die der Konzern mitteilte. Im Jahr zuvor hatte der Hersteller von Triebwerken für Boeing und Airbus 83 Millionen Pfund verdient.

Der Kursverlust des Britischen Pfundes nach dem Brexit-Referendum führte zu einer nichtbaren Buchbelastung durch die Neubewertung von Währungsabsicherungsinstrumenten gegen den US-Dollar. In dem Jahresverlust enthalten ist zudem die Zahlung von 671 Millionen Pfund zur Beilegung der Bestechungsaffäre an Behörden in den USA, Großbritannien und Brasilien. Rolls-Royce war vorgeworfen worden, über Mittelsmänner in China und Indonesien Schmiergelder gezahlt zu haben.

Der bereinigte Vorsteuergewinn, der Sonderposten und Wechselkursschwankungen außen vor lässt, ging das dritte Jahr in Folge zurück. Er fiel auf 813 Millionen Pfund von 1,43 Milliarden Pfund im Vorjahr. Der bereinigte Umsatz sank um 2 Prozent auf 13,4 Milliarden Pfund.

Im laufenden Jahr werde der Gewinn nur geringfügig besser ausfallen, teilt Rolls-Royce mit. Der Motorenhersteller, der in keiner Verbindung zur gleichnamigen Automarke des BMW-Konzerns steht, steckt derzeit mitten in der Restrukturierung und baut Stellen ab, um die Rendite zu steigern. Nach einem Gewinneinbruch im Jahr zuvor hatte Rolls Royce erstmals seit 1992 die Dividende senken müssen.