In ostdeutschen Industrieregionen gibt es eine Wiederbelebung: Die Industriequote steigt (Bild:

In ostdeutschen Industrieregionen gibt es eine Wiederbelebung: Die Industriequote steigt (Bild: Martin Schlecht - Fotolia.com).

In den ostdeutschen Bundesländern ist die Industrie seit dem Einbruch zur Wiedervereinigung wieder erstarkt. Die Industriequote beträgt dort 18 %, nur geringfügig weniger als im Westen.

Gunnar Knüpffer

Köln. In den ostdeutschen Bundesländern hat das verarbeitende Gewerbe die Bruttowertschöpfung seit 1991 mehr als verdreifacht. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Damit erwirtschaftet die Industrie   18 % der Bruttowertschöpfung in Ostdeutschland. Im Westen liegt der Anteil mit 21 % nur geringfügig höher. Somit befinden sich die Industriequoten in Ost und West fast auf gleichem Niveau. Anfang der 90er Jahre lag die ostdeutsche Industrie aus Folge der Öffnung der Märkte am Boden.
Nach einer Analyse des IW bewegt sich Westdeutschland immer weiter weg von der Industrie und hin zur Dienstleistungswirtschaft. Im Osten dagegen hat die Industrie nach dem Einbruch nach der Wiedervereinigung tendenziell zugelegt.
Die Reindustrialisierung werde unter anderem von traditionellen Industrieregionen getrieben, teilte das IW mit. Dazu zählen das mitteldeutsche Chemie-Dreieck, der Wartburgkreis/Eisenach und die Uckermark. Der Kreis Anhalt-Bitterfeld hat beispielsweise eine Industriequote von 31 %, die Region Thüringen erreicht sogar eine Bruttowertschöpfung von 37 %. Dazu tragen Rohstoffvorkommen und die Automobilindustrie bei.