Der Chiphersteller Infineon hat im zweiten Quartal von der brummenden Nachfrage nach Halbleitern

Der Chiphersteller Infineon hat im zweiten Quartal von der brummenden Nachfrage nach Halbleitern profitiert. - Bild: Infineon

Gleichzeitig schmälerten Aufwendungen für die Akquisition den Konzernüberschuss erheblich. Den Ausblick für das Geschäftsjahr 2014/15 erhöhte die Infineon Technologies AG.

Der Umsatz kletterte im Zeitraum von Januar bis März um 31 Prozent im Vergleich zum Vorquartal auf 1,48 Milliarden Euro. Analysten hatten mit 1,43 Milliarden Euro gerechnet. Wegen der starken Schwankungsanfälligkeit ist in der Chipbranche der Vergleich zum Vorquartal gängig. In den Zahlen und im Ausblick ist International Rectifier erstmals enthalten.

Das Segmentergebnis verbesserte sich um 17 Prozent auf 198 Millionen Euro. Hier hatten befragte Analysten im Vorfeld 188 Millionen erwartet. Die Rendite sank jedoch von 15 Prozent im Vorquartal auf 13,4 Prozent. Unter dem Strich verdiente Infineon 69 Millionen Euro, nach 136 Millionen zuvor. Enthalten waren akquisitionsbedingte Abschreibungen und sonstige Aufwendungen in Höhe von 102 Millionen Euro.

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Infineon nun ein Umsatzwachstum von 36 Prozent, wobei eine Abweichung um 2 Prozentpunkte nach oben oder unten möglich ist. Bislang hatte der Konzern ein Umsatzplus von im Mittel 12 Prozent in Aussicht gestellt. Im Mittelpunkt der Spanne soll die Segmentergebnismarge nun etwa 15 Prozent statt zuvor 14 bis 15 Prozent erreichen.

Im dritten Quartal wird der Umsatz voraussichtlich um 7 bis 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Wird die Mitte der Spanne erreicht, wird die Rendite nach Einschätzung des Unternehmens etwa 15 Prozent betragen.

Bei der Prognose unterstellt Infineon nun einen Euro-Dollar-Wechselkurs von 1,10 Dollar. Zuvor war der Konzern von 1,20 Dollar ausgegangen.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke