Infineon

"Wir haben ein schwieriges Quartal sehr gut gemeistert", kommentierte Infineon-Chef Reinhard Ploss die aktuellen Zahlen.

Dabei fiel das Ergebnis leicht besser aus als erwartet. "Wir haben ein schwieriges Quartal sehr gut gemeistert", kommentierte Vorstandsvorsitzender Reinhard Ploss. Der schwächere US-Dollar lastet jedoch auf dem Ausblick, den Infineon daher auch leicht senkte.

Im zweiten Quartal erhöhte sich der Umsatz um 9 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro, wie Infineon mitteilte. Das Segmentergebnis, die wichtigste operative Kennziffer des Unternehmens, nahm um 15 Prozent auf 228 Millionen Euro zu. Die operative Marge zum Umsatz betrug 14,2 Prozent nach 13,4 Prozent im Vorjahr. Beim Nettoergebnis profitierte Infineon von einem Steuerertrag, der Wert stieg auf 180 Millionen von 64 Millionen Euro.

Auch im Vergleich zum Vorquartal stiegen Umsatz und Ergebnis. Die Marge beim Segmentergebnis blieb nahezu stabil. Hier war Infineon wegen sinkender Preise von einem Rückgang auf rund 13 Prozent ausgegangen.

Zum Umsatzanstieg von 4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal trug vor allem das Automotivegeschäft bei. In den wichtigen Märkten Europa, Nordamerika und China stieg der Fahrzeugabsatz im weltweiten Vergleich überdurchschnittlich, so Infineon. Segmentergebnis und Marge in diesem Bereich verbesserten sich. Für das Gesamtjahr 2015/16 per Ende Oktober zeigte sich Infineon für die Sparte daher zuversichtlicher als noch zu Jahresbeginn.

Auch die Segmente Industrial Power Control (IPC) und Chip Card & Security (CCS) erhöhten ihre Umsätze, getrieben durch eine bessere Nachfrage in den Bereichen Züge, Haushaltsgeräte und insbesondere erneuerbare Energien. Auch bei Bezahlkarten und der Absicherung mobiler Endgeräte gab es eine höhere Nachfrage.

Dagegen sank wie erwartet der Umsatz der Sparte Power Management & Multimarket (PMM). Unter anderem war dies bedingt durch eine schwächere Nachfrage nach Komponenten für mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets.

Schwächerer US-Dollar lastet auf Ausblick

Bei Zukunftstechnologien wie Elektromobilität, Fahrassistenzsystemen und erneuerbaren Energien sei Infineon sehr erfolgreich, so Ploss. "Trotz des schwächeren Dollars und eines eher stagnierenden Halbleitermarkts werden wir im laufenden Geschäftsjahr beim Umsatz zweistellig wachsen."

Wegen der schwächeren US-Währung passte Infineon dabei die Jahresprognose leicht an. Der Umsatz soll sich im Vergleich zum Vorjahr um etwa 12 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte erhöhen, die Segmentergebnismarge in der Mitte der Spanne bei voraussichtlich 15 bis 16 Prozent liegen. Dabei unterstellt Infineon nun einen Euro/US-Dollar-Wechselkurs von 1,15 anstelle von zunächst erwarteten 1,10.

Zuvor war Infineon von einem Umsatzplus von 13 Prozent plus/minus zwei Prozentpunkten und einer Segmentergebnismarge von 16 Prozent ausgegangen.

Für das Segment PMM erwartet das Unternehmen weiterhin ein Wachstum über dem Konzerndurchschnitt. Das Umsatzwachstum der Segmente Industrial Power Control und Automotive sollte in etwa auf dem Niveau des Konzerndurchschnitts liegen. Beim Automobilgeschäft hatte Infineon bislang ein unterdurchschnittliches Wachstum erwartet. Im Segment Chip Card & Security wird das Umsatzplus voraussichtlich etwas geringer als der Konzerndurchschnitt ausfallen.

Für das Geschäftsjahr plant der Konzern Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte inklusive aktivierter Entwicklungskosten von etwa 850 Millionen Euro. Die Abschreibungen sieht Infineon ebenfalls bei ungefähr 850 Millionen Euro.

Händler rechnen wegen des gesenkten Ausblicks mit einem schwächeren Handelsverlauf für die Infineon-Aktie. Vorbörslich verliert das Papier rund 1,5 Prozent.

Im dritten Quartal geht das Unternehmen von einem Umsatzplus von 2 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal aus. In der Mitte der Umsatzspanne wird die Segmentergebnismarge voraussichtlich 16 Prozent betragen. Auch hier unterstellt Infineon einen Euro/Dollar-Wechselkurs von 1,15.

  • Platz 10: Bill McDermott (SAP) mit 5,07 Millionen Euro. - Bild: SAP

    Platz 10: Bill McDermott (SAP) mit 5,07 Millionen Euro. - Bild: SAP

  • Platz 9: Heinrich Hiesinger (Thyssenkrupp) mit 5,18 Millionen Euro. - Bild: Thyssenkrupp

    Platz 9: Heinrich Hiesinger (Thyssenkrupp) mit 5,18 Millionen Euro. - Bild: Thyssenkrupp

  • Platz 8: Elmar Degenhart (Continental) mit 6,22 Millionen Euro. - Bild: Continental

    Platz 8: Elmar Degenhart (Continental) mit 6,22 Millionen Euro. - Bild: Continental

  • Platz 7: Marjin Dekkers (Bayer) mit 6,66 Millionen Euro. - Bild: Bayer

    Platz 7: Marjin Dekkers (Bayer) mit 6,66 Millionen Euro. - Bild: Bayer

  • Platz 6: Joe Kaeser (Siemens mit 6,68 Millionen Euro. - Bild: Siemens

    Platz 6: Joe Kaeser (Siemens mit 6,68 Millionen Euro. - Bild: Siemens

  • Platz 5: Norbert Reithofer (BMW) mit 7,53 Millionen Euro. - Bild: BMW Group

    Platz 5: Norbert Reithofer (BMW) mit 7,53 Millionen Euro. - Bild: BMW Group

  • Platz 4: Kasper Rorsted (Henkel) mit 7,66 Millionen Euro. - Bild: Henkel

    Platz 4: Kasper Rorsted (Henkel) mit 7,66 Millionen Euro. - Bild: Henkel

  • Platz 3: Kurt Bock (BASF) mit 7,80 Millionen Euro. - Bild: BASF

    Platz 3: Kurt Bock (BASF) mit 7,80 Millionen Euro. - Bild: BASF

  • Platz 2: Dieter Zetsche (Daimler) mit 14,22 Millionen Euro. - Bild: Daimler

    Platz 2: Dieter Zetsche (Daimler) mit 14,22 Millionen Euro. - Bild: Daimler

  • Platz 1: Martin Winterkorn (Volkswagen) mit 15,86 Millionen Euro. - Bild: VW

    Platz 1: Martin Winterkorn (Volkswagen) mit 15,86 Millionen Euro. - Bild: VW