Reinhard Ploss

Infineon-Chef Reinhard Ploss sieht für sein Unternehmen weiterhin viel Potenzial in China. - Bild: Infineon

Die "allermeisten Bereiche, in denen die Kunden von Infineon tätig sind, wachsen nach wie vor sehr deutlich", sagte der Manager in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Das gelte für Elektromobilität, für erneuerbare Energien, den Mobilfunk oder die Automatisierung der Produktion. Ploss, der dieser Tage nach China gereist ist, äußerte sich in dem Interview "zuversichtlich" zu den Aussichten seines Unternehmens in der Volksrepublik.

Dass die dortige Halbleiter-Industrie für Infineon gefährlich werden könnte, glaubt Ploss nicht: "Wir stellen sehr spezialisierte Halbleiter her, wir verfolgen keine Billig-Strategie, unser Vorsprung ist nicht in Gefahr. Dazu kommt: Wir können unser spezifisches Know-how gut schützen."

Trotz Neukunden und wachsendem Auftragsvolumen will Ploss "neue Kapazitäten nur mit sehr großem Bedacht aufbauen". Die Margen entwickelten sich gut, das solle so bleiben. Dafür sei er bereit, notfalls auch "Umsatz liegen zu lassen".

Zukäufe in den USA stehen nach Ploss' Darstellung weiter auf der Agenda, nachdem Infineon im Februar mit der Übernahme von Wolfspeed am Veto der US-Regierung gescheitert war. "Wir stellen uns nun bei der Suche auf die veränderte Haltung der US-Regierung ein", sagte Ploss.