Infineon

Infineon-Vorstandschef Reinhard Ploss verkündete akzeptable Quartalszahlen. - Bild: Infineon

Allerdings verzeichnete der DAX-Konzern in der bislang besonders stark wachsenden und größten Konzernsparte Automotive eine nur stabile Nachfrage, zusätzlich drückte der schwache Dollar den Umsatz dort um 2 Prozent und das Ergebnis um 8 Prozent.

Für das laufende Schlussquartal erwartet die Infineon Technologies AG angesichts der Dollar-Schwäche kein weiteres Wachstum und eine Segmentergebnis-Marge von 18 Prozent - das wäre ein halber Prozentpunkt schwächer als im abgelaufenen dritten Quartal. Dabei wird ein Euro-Dollar-Wechselkurs von 1,15 zugrunde gelegt. Bislang hatte Infineon seine Prognosen auf Basis eines Wechselkurses von 1,10 Dollar abgegeben.

Ungeachtet dessen hält der Konzern an der Prognose für das am 30. September endende Geschäftsjahr fest. So erwartet Infineon einen Anstieg des Umsatzes von 8 bis 11 Prozent. Im Mittelpunkt der Spanne werde die Segmentergebnis-Marge bei voraussichtlich etwa 17 Prozent liegen.

Im abgelaufenen Quartal verbuchte Infineon einen Umsatzanstieg um 4 Prozent zum Vorquartal auf 1,831 Milliarden Euro. Das Unternehmen selbst hatte 3 Prozent Plus in Aussicht gestellt. In der Chip-Branche ist der Vergleich zum Vorquartal üblich. "Das dritte Quartal hat die erwartete Dynamik gezeigt", sagte Vorstandschef Reinhard Ploss.

Leistungshalbleiter gefragt

Besonders gefragt seien Leistungshalbleiter für unterschiedliche Anwendungen von erneuerbaren Energien bis zu Rechenzentren. Im Bereich der Elektromobilität habe Infineon in den ersten neun Monaten fast doppelt so viel Neugeschäft für die nächsten fünf bis zehn Jahre gewinnen können wie im gesamten Geschäftsjahr 2015/16.

Das Ergebnis aus den Segmenten verbesserte sich zum Vorquartal um 14 auf 338 Millionen Euro. Die Segmentergebnis-Marge betrug damit 18,5 Prozent nach 16,8 Prozent im zweiten Quartal des Geschäftsjahres.

Unter dem Strich verdiente Infineon 253 Millionen Euro nach 199 Millionen im Vorquartal und 186 Millionen im Vorjahreszeitraum. Hier hatten Analysten 221 Millionen erwartet.