Die Automobilsparte des Halbleiterherstellers Infineon ist einem Zeitungsbericht zufolge voll ausgelastet.

DÜSSELDORF (Dow Jones/ks)–Die Münchener könnten nicht annähernd so viel produzieren, wie die Kunden bestellen. “Es gibt nach wie vor Lieferengpässe”, sagte Bereichsleiter Jochen Hanebeck der Zeitung “Handelsblatt” (HB – Mittwochausgabe). Erst zum Jahresende würden sich Kapazitäten und Bedarf die Waage halten. Ein Ende des Auftragsbooms ist laut Hanebeck nicht in Sicht. “Für 2011 erwartet die Branche eine Zunahme des Autohalbleitermarkts von 15%”, sagte er weiter.

Ziel von Infineon sei es, stärker als der Markt zu wachsen und den Marktanteil von knapp 10% auszubauen. Lediglich ein abrupter Wirtschaftseinbruch in China und den USA können den Absatz beeinträchtigen. Ein gutes Geschäft mit den Automobilzulieferern ist für Infineon wichtiger denn je. Anfang kommenden Jahres wird Infineon ihre Mobilfunksparte an Intel verkaufen. Der Umsatzanteil des Autogeschäfts steigt laut HB von knapp 30% auf etwa 40%.