PARIS (Dow Jones/ks)–Sollten die Gespräche erfolgreich sein, könnte Infiniti auf der Daimler-Plattform Fahrzeuge mit effizienten Dieselmotoren bauen, sagte Colin Dodge, der bei Nissan das Geschäft für Europa, Afrika, den Nahen Osten und Indien leitet, am Mittwoch am Rande des Pariser Autosalons. Im Laufe dieser Woche träfen sich Daimler und Infiniti, um entsprechende Gespräche zu führen.

Im April hatten Daimler und Renault-Nissan eine Allianz besiegelt. Gemeinsam mit der französischen Renault und deren japanischen Partner Nissan wollen die Stuttgarter profitabel Kleinwagen bauen. Unter anderem will Daimler von Renault-Nissan künftig Motoren für seine kleineren Modelle beziehen, während Daimler große Benzin- und Dieselmotoren für Nissans Luxusmarke Infiniti liefern soll.

Renault hält 44% an Nissan, während Nissan mit 15% an Renault beteiligt ist. Nissan-Manager Dodge bezeichnete die Zusammenarbeit mit Daimler am Mittwoch als pragmatisch.

Ohne den starken Yen hätte Nissan inzwischen eine operative Marge von 8% erzielt, sagte Dodge. In rund sechs Monaten dürfte dieser Wert auch trotz der Währungsbelastungen möglich sein.