500 Euro, Scheine

Das Betriebsergebnis von Bertrandt ist eingebrochen. - Bild: Pixabay

Zusätzlich sei es zu Verzögerungen in der Projektvergabe gekommen, teilte das Unternehmen mit. Den im Mai gesenkten Umsatzausblick für das Geschäftsjahr 2016/17 per Ende September bestätigte die im SDAX notierte Bertrandt AG.

Das Betriebsergebnis brach in den ersten neun Monaten um 36 Prozent auf knapp 40 Millionen Euro ein. Nach Steuern verdiente das Unternehmen 27,8 Millionen Euro, das ist ein Rückgang von 34 Prozent. Der Umsatz stieg leicht um 1 Prozent auf 735 Millionen Euro.

Bertrandt begründete das schlechtere Abschneiden neben den Verzögerungen in der Projektvergabe mit einem "wettbewerbsintensiven Marktumfeld", in dem ein weiter steigender Preisdruck "deutlich zu spüren" sei. Die Verzögerungen führt das Unternehmen auch auf den Wandel der Autobranche hin zu Elektromobilität sowie autonomes und vernetztes Fahren zurück. Autohersteller müssten wichtige Entscheidungen quasi simultan treffen. Ähnlich hatte sich bereits Ende Juli der Konkurrent EDAG Engineering geäußert.

"Große Schocker sind die Zahlen nicht mehr"

Im Geschäftsjahr sieht Bertrand das Umsatzplus weiter bei bis zu 30 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen aus Ehningen 992 Millionen Euro umgesetzt. Die operative Marge werde sich zwischen 6 und 8 (2015/16: 9,4) Prozent bewegen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit soll positiv ausfallen.

An der Börse zeichnet sich ein wenig verändert Kurs ab, vorbörslich steigt er leicht. Händler sprechen zwar von schwachen Zahlen, mit dem Kursverfall der vergangenen Monate sollten sie aber auch "mehr oder weniger" vorweggenommen sein. "Der große Schocker sind die Zahlen nicht mehr", sagt ein Marktexperte. Andererseits sprächen die Aussagen über anhaltenden Preisdruck aber auch gegen eine deutliche Erholung.