Dürr Maschinenbau

Nach einer kurzen Verschnaufpause haben die Auftragseingänge im Maschinenbau in Deutschland abermals zweistellig zugelegt. - Bild: Dürr

Im Juli verzeichnete die mittelständisch geprägte Branche auf dem heimischen Markt preisbereinigt (real) neun Prozent mehr Aufträge als ein Jahr zuvor. Das teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Mittwoch in Frankfurt mit.

"Wir freuen uns, dass das Inland aufholt", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Die Maschinenbauer profitieren von der allgemein gut laufenden Konjunktur. "Beim Ausland sind wir schon auf einem recht hohen Niveau. Insofern ist es nicht beunruhigend, dass da die Dynamik jetzt etwas nachlässt." Aus dem Ausland wurden in diesem Juli nur ein Prozent mehr Maschinen "made in Germany" geordert als im Juli 2017. Im Vorjahr hatte es allerdings auch mehr Großaufträge gegeben.

"Zudem darf nicht vergessen werden, welchen Verunsicherungen die Maschinenbau-Kunden gerade aus Drittländern jenseits des Euroraums in den letzten Monaten ausgesetzt waren", erklärte Wiechers mit Blick etwa auf Handelskonflikte mit den USA und den bevorstehenden britischen EU-Austritt (Brexit). Insgesamt verbuchten Deutschlands Maschinenbauer im Juli 2018 real drei Prozent mehr Bestellungen als im Vorjahresmonat.

Es sei allerdings davon auszugehen, dass die Risiken auf den internationalen Märkten "dem weiteren Aufschwung Grenzen setzen" werden, sagte Wiechers. Bislang nimmt der VDMA an, dass die Produktion der exportorientierten Branche in Deutschland 2018 im Vergleich zum Vorjahr real um 5 Prozent wachsen wird. 2017 hatte es ein Produktionsplus von 3,9 Prozent gegeben.