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Evonik will mit Innovationen zusätzliches Wachstumspotenzial erschließen. Mittelfristig hat Evonik das Ziel, den Anteil des Umsatzes mit Produkten und Anwendungen, die jünger als fünf Jahre sind, auf 16 Prozent zu steigern. Heute liegt er bei 10 Prozent. - Bild: Evonik

„Neue Produkte, Lösungen und Geschäftsmodelle werden deutlich zum Wachstum und zur Profitabilität von Evonik beitragen. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil unserer strategischen Agenda“, sagt Harald Schwager, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Evonik Industries und zuständig für Innovation. Die Innovationspipeline von Evonik ist gut gefüllt. Der Gesamtwert der Projekte in der Pipeline, hinter denen ein Geschäftsplan liegt, ist in den vergangenen fünf Jahren um ein Drittel gestiegen.

Zielgerichteter und schneller umsetzen

Schwager will diese Geschäftspläne zügig realisieren und aus dem Wert der Projektpipeline zusätzlichen Umsatz generieren. Er sagt: „Wir müssen mit unseren Innovationsprojekten noch zielgerichteter und schneller den Weg zum Kunden finden. Erreichen werden wir dies mit mehr Effizienz in Forschung und Entwicklung in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden.“ Mittelfristig hat Evonik das Ziel, den Anteil des Umsatzes mit Produkten und Anwendungen, die jünger als fünf Jahre sind, auf 16 Prozent zu steigern. Heute liegt er bei 10 Prozent.

Den Erfolg der Kunden will Evonik verstärkt durch digitale Technologien unterstützen. Bereits im Sommer hatte das Unternehmen angekündigt, für Digitalisierungsprojekte rund
100 Millionen € zur Verfügung zu stellen. Schwager macht deutlich: „Im Zentrum stehen neue Geschäftsmodelle sowie maßgeschneiderte Lösungen und Services für Kunden. Der digitale Wandel wird ein wesentlicher Motor für Innovationen entlang der Wertschöpfungskette bis hin zu den Industrien unserer Kunden sein.“

F&E-Quote über 3 Prozent

Die Ausgaben für Forschung & Entwicklung bleiben mit mehr als 400 Millionen Euro pro Jahr auf hohem Niveau. Für Schwager ist Forschung allerdings kein Selbstzweck: „Deshalb muss sie zielgerichtet in Projekten erfolgen, von denen wir uns mehr Geschäft und Wachstum versprechen – kurz-, mittel- und langfristig.“

Entsprechend fließen 90 Prozent der Gelder in die Forschung der operativen Segmente, vor allem in solche Geschäfte mit besonders hohem Wachstumspotenzial. Bereits heute liegt der Anteil der F&E-Aufwendungen am Umsatz (F&E-Quote) in diesen Geschäften zwischen 4 und 6 Prozent. Konzernweit überschreitet die F&E-Quote 3 Prozent.

F&E bei Evonik 2016

  • F&E-Aufwand: 438 Millionen Euro
  • F&E-Aufwand 2011 – 2016: Steigerung um durchschnittlich 4 Prozent p.a.
  • F&E-Quote: 3,4 Prozent
  • Umsatzanteil mit neuen Produkten und Anwendungen jünger als fünf Jahre: rund 10 Prozent
  • Wertentwicklung Innovationspipeline von 2012 bis 2016: Steigerung um ein Drittel
  • Patentgeschützter Umsatz: 56 Prozent
  • Anzahl der 2016 neu eingereichten Patente: rund 230
  • Bestand der Patente und Patentanmeldungen: rund 24.500
  • Bestand Markenregistrierungen/-anmeldungen: rund 7.000
  • F&E-Mitarbeiter: rund 2.700
  • F&E-Standorte: 35

„Innovation ist zur Sicherung und zum Ausbau unserer Marktpositionen unverzichtbar. Darüber hinaus bearbeiten wir Themenfelder, aus denen innovationsgetrieben zusätzlich neues Geschäft für uns entstehen soll“, sagt Ulrich Küsthardt, Chief Innovation Officer.

Evonik legt Schwerpunkte auf die sechs Innovations-Wachstumsfelder: Sustainable Nutrition, Healthcare Solutions, Advanced Food Ingredients, Membranes, Cosmetic Solutions und Additive Manufacturing. Dahinter steht jeweils eine klare Strategie mit Geschäftszielen, Marktzielen und Geschäftsmodellen bis hin zum Zukauf von Kompetenzen. Küsthardt sagt: „Mit Innovationen aus diesen Feldern soll bis zum Jahr 2025 zusätzlich 1 Milliarde Euro Umsatz erzielt werden.“