Airbus A320neo hebt ab

Airbus hofft, 180 Jets des Typs A320neo in China zu verkaufen. - Bild: H. Goussé/master films/Airbus

Es handelt sich dabei um Flugzeuge des Typs A320neo, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Die Bestellung war bereits im Januar Thema.

Inzwischen hat China damit gedroht, den US-amerikanischen Flugzeugbauer Boeing mit Strafzöllen von 25 Prozent zu belegen. In der angekündigten Form würden die Aufschläge praktisch alle Mittelstreckenjets der Baureihe Boeing 737 und deren Neuauflage 737-MAX treffen.

Airbus bekäme bei seinem Konkurrenzmodell A320neo dadurch einen gewaltigen Wettbewerbsvorteil. Laut Preisliste hätte die Bestellung der 180 Airbus-Maschinen einen Gesamtwert von rund 18 Milliarden US-Dollar (15 Mrd Euro). Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen hohe Rabatte üblich.

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Airbus wollte sich zu Reisen seines Managements und Kundengesprächen nicht äußern. Die chinesische Luftfahrtbehörde CACC bestätigte zwar ein Treffen mit dem Chef der Airbus-Verkehrsflugzeugsparte, Guillaume Faury, sagte aber nichts zu den Inhalten.

Allerdings kann sich Airbus keineswegs sicher sein, dass der China-Deal tatsächlich zustande kommt. Bei Besuchen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Premierminister Edouard Philippe war der Großauftrag gleich zwei Mal Thema, dennoch gelang es nicht, ihn festzuzurren.

Den Insidern zufolge könnte jetzt der neue Airbus-Verkaufschef Christian Scherer punkten, falls er die Chinesen zur Unterschrift bewegt. Der Manager hat den Posten erst vor wenigen Tagen von Eric Schulz übernommen, der als Nachfolger des legendären Verkaufschefs John Leahy bereits nach wenigen Monaten in dem Job den Rückzug antrat.