BIld: Thorsten Schier - Fotolia.com

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KAUFBEUREN (ba). Im aktuellen Geschäftsjahr sollen die Inlandsumsätze sogar um 8,7%  im Durchschnitt erhöht werden. Damit würden die Industriedienstleister nahezu das Wachstumsniveau des Jahres 2008 erreichen (2008: 9,3%). Die anziehende Konjunktur sorgte vor allem für eine größere Nachfrage nach Instandsetzungs-, Umbau- und Wartungs-Leistungen – den Kernleistungen der Branche. Diese waren im Rahmen der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise deutlich zurückgegangen. Das ist das Ergebnis der Lünendonk-Studie 2011, für die 40 Service-Anbieter analysiert wurden.

Die Studie wird durch ein Ranking der 15 führenden Anbieter ergänzt. Hier werden Unternehmen aufgenommen, die mehr als 50% ihres Gesamtumsatzes mit Instandsetzung und Wartung erbringen und mindestens zwei Drittel davon mit externen Aufträgen generieren. Bilfinger Berger Industrial Services (BIS) ist mit einem Inlandsumsatz von 812 Mio Euro weiter Marktführer. Wisag Industrieservice hat im Geschäftsjahr 2010 die Umsätze von ThyssenKrupp Industrieservice konsolidiert. Durch organisches und anorganisches Wachstum rückt das Frankfurter Unternehmen mit 628 Mio Euro auf Rang zwei vor. Voith Industrial Services legte den Schwerpunkt auf profitable Bereiche. Das Stuttgarter Unternehmen nahm im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang zugunsten einer Renditesteigerung in Kauf und belegt Position drei. Während die Inlandserlöse von 610 Mio Euro auf 580 Mio Euro sanken, stieg die Umsatzrendite von 3,5 auf 4,% (bezogen auf den Gesamtumsatz).

ThyssenKrupp Xervon belegt mit einem Inlandsumsatz von geschätzten 470 Mio Euro Platz vier. Auf Platz fünf liegt YIT (398 Mio Euro). Die deutsche Tochter des finnischen Service-Dienstleisters hat durch die Übernahme von Caverion stark an Umsatz zugelegt. Die Übernahme bedingte auch eine Verschiebung des Leistungsspektrums, so dass YIT in diesem Jahr nicht mehr in der Facility-Service-, sondern in der Instandhaltungs-Liste vertreten ist.

Die erste Verfolgergruppe wird angeführt von der Weber Unternehmensgruppe aus Pulheim (209 Mio Euro), gefolgt von Buchen Umweltservice aus Köln (180 Mio Euro) sowie Hertel aus Leipzig (139 Mio Euro). Das zweite Verfolgerfeld weist einen deutlichen Abstand auf: Hier bewegen sich die Inlandsumsätze im zweistelligen Millionenbereich. Stork Technical Services aus Regensburg (76,4 Mio Euro) sowie Lobbe Industrieservice aus Iserlohn (73,4 Mio Euro) liegen auf den Positionen neun sowie zehn und komplettieren die Top 10 der Instandhaltungsbranche. Ebert Hera aus Baden-Baden folgt mit 68 Mio Euro auf Rang elf. Piepenbrock (43,6 Mio Euro) und die G.I.S.-Gruppe (42,5 Mio Euro) ziehen im abgelaufenen Geschäftsjahr an der Süd-Industrie-Anlagen Service vorbei, deren Inlandsumsatz auf 37 Mio Euro zurückging. Baumüller Reparaturwerk aus Nürnberg liegt mit 30 MioEuro auf Platz 15. Clavey und RIW sind im Gegensatz zum Vorjahr nicht mehr in der Liste vertreten.

Insgesamt erzielten die 15 führenden Unternehmen für industrielle Instandhalt ung 2010 einen Umsatz von 6,6 Mrd Euro, davon 3,8 Mrd im Inland (Marktvolumen in Deutschland laut WVIS: ca. 20 Mrd Euro). In Deutschland beschäftigten sie 48443 Mitarbeiter.