Intel Core i7

Für den weltweiten PC-Absatz war 2015 weltweit eines der schlechstesten Jahre. Im ersten Quartal 2016 schrumpfte der Absatz um weitere 10 Prozent, wie die Marktforscher von Gartner ermittelten. - Bild: Intel

Der Chipkonzern hat im ersten Quartal mehr verdient als im Vorjahr und dabei die Markterwartungen übertroffen. Gleichwohl macht ihm das schwache PC-Geschäft unverändert zu schaffen. Der Umsatz blieb im Auftaktquartal hinter den Erwartungen zurück und dürfte im laufenden Jahr weniger stark wachsen als bislang erwartet.

Bei der Vorlage der Zahlen kündigte Intel an, im Laufe des kommenden Jahres 12.000 Arbeitsplätze abzubauen, das betrifft 11 Prozent der Belegschaft. Die Intel-Aktie gab im nachbörslichen Handel auf nasdaq.com um 3 Prozent nach.

Im ersten Geschäftsquartal steigerte Intel den Umsatz auf 13,7 Milliarden Dollar von 12,8 Milliarden im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Gewinn betrug 2,05 (Vorjahr: 1,99) Milliarden Dollar bzw 0,42 (0,41) Dollar je Aktie. Auf bereinigter Basis verdiente der Konzern 0,54 Dollar je Aktie. Analysten hatten das bereinigte Ergebnis je Aktie auf 0,48 Dollar geschätzt. Beim Umsatz hatten die Experten mit 13,83 Milliarden Dollar gerechnet. Der Konzern selbst hatte 14 Milliarden plus/minus 500 Millionen Dollar in Aussicht gestellt.

Unverändert schwaches PC-Geschäft

Für den weltweiten PC-Absatz war 2015 weltweit eines der schlechtesten Jahre. Im ersten Quartal 2016 schrumpfte der Absatz um weitere 10 Prozent, wie die Marktforscher von Gartner ermittelten.

Für das zweite Quartal plant Intel nunmehr mit einem Umsatz von 13,5 Milliarden Dollar, plus/minus 500 Millionen Dollar. Analysten hatten bislang mit 14,16 Milliarden Dollar gerechnet.

Das ist die erste Zahlenvorlage mit einer neuen Bilanzstruktur. Unter dieser neuen Struktur werden die schneller wachsenden Geschäftsbereiche einzeln beleuchtet. Ein neues Segment etwa enthält das Geschäft aus der 16,7 Milliarden schweren Akquisition von Altera, mit der sich Intel ein beträchtliches Geschäft mit programmierbaren Chips eingekauft hat.

Intel will sich von einem PC-Hersteller zu einem Cloud-Spezialisten wandeln. Die geplanten Stellenstreichungen stehen auch im Zusammenhang mit dieser Umstellung. Ferner wird der amtierende CFO Stacy Smith innerhalb des Konzerns neue Aufgaben übernehmen und unter anderem für den Vertrieb zuständig sein. Bis ein neuer CFO gefunden ist, wird Smith aber CFO bleiben.