Schwarzmarkieren, Anwendungsbeispiel

Beim Lasermarkieren mittels UKP-Technik ist die Einwirkzeit auf das zu bearbeitende Material bei gleichzeitiger hoher Pulsspitzenleistung so kurz, dass eine Verdampfung anstelle eines Schmelzens der Oberfläche passiert. - Bild: IPG Laser

Der externe Laserkopf des YLPP sei mit den Maßen 216 mm x 70 mm x 65 mm sehr kompakt und bringt 1,5 kg auf die Waage, so das Unternehmen aus Burbach. Weiter heißt es, dass der UKP-Laser von IPG auf vielfältige Weise in abtragenden Prozessen angewandt werden könne: Beim Ritzen von Glas für Sollbruchstellen, Schneiden von Displayglas, Abtrag von Formen für die Solarindustrie sowie rissfreies Markieren und Gravieren auch auf empfindlichen Werkstoffen.

Das schafft der YLPP-25-3-50-R mit zwei bis drei Pikosekunden Pulsdauer bei einer Pulsenergie von 25 Mikro Joule und erzielt dabei eine Pulsspitzenleistung von 8,3 Megawatt auf das zu bearbeitende Material. Dabei beträgt die Kaltstartzeit weniger als eine Minute, die Warmstartzeit beginnt sogar innerhalb weniger Sekunden.

Faserlaser bietet Vorteile

Michael Grupp, Leiter der Anwendungsentwicklung bei IPG Laser, erklärt: „Bislang dominieren Systeme, die mittels Freistrahloptiken funktionieren, den Markt der Ultrakurzpulslaser. Diese sind durch ihren komplexen Aufbau um ein vielfaches größer und außerdem anfälliger für Verschmutzung und Dejustage als unsere kompakte Lösung. Der Faserlaser bringt auch weitere Vorteile mit, nämlich dass er eine Skalierbarkeit zu beliebig hohen Leistungen bei gleichzeitig sehr guter Strahlqualität aufweist, dennoch einen einfachen Aufbau hat und absolut zuverlässig funktioniert.“

Durch standardisierte Schnittstellen und robustes Handling sei eine einfache Integration der Faserlasertechnik in vorhandene Maschinen möglich. Die YLPP-Serie ist auch als Paket mit integriertem Scanner erhältlich, der auf den Laser abgestimmt ist. Diese Komplettlösung ist für das Einfügen in vorhandene Anlagen mit eigener oder IPG-Software gedacht.

UKP-Laser gilt als Allrounder

Beim Lasermarkieren mittels UKP-Technik ist laut IPG Laser die Einwirkzeit auf das zu bearbeitende Material bei gleichzeitiger hoher Pulsspitzenleistung so kurz, dass eine Verdampfung anstelle eines Schmelzens der Oberfläche passiert. Daher entsteht nur ein sehr geringer thermischer Einfluss und somit eine wenig bis gar nicht vorhandene Wärmeeinflusszone bei der Materialbearbeitung. Da dieser Effekt bei den meisten Materialien eintritt, gelte der UKP-Laser als Allrounder bei abtragenden Prozessen.

„Ein Erfolgsbeispiel für diesen Vorgang ist die Beschriftung von Operationsbestecken aus Edelstahl. Diese benötigen zur Identifizierung kontrastreiche schwarze Markierungen ohne dabei eine Kontrastminderung durch Alterung und durch das notwendige permanente Desinfizieren entstehen zu lassen“, sagt Michael Grupp.

„Thermische Beeinflussung kann zu einer angreifbaren Lasermarkierung führen, die dadurch unbrauchbar wird. Durch künstliches Altern beim Korrosionstest, hat sich gezeigt, dass unsere UKP-Laser zuverlässige Schwarzmarkierungen auf Edelstahlen aufbringen können. Wärmeeinflusszonen sind kaum vorhanden und somit wird die Energie des Pulses nur für den Farbumschlag verwendet“, so Grupp von IPG Laser.