Foxconn

Foxconn macht weniger Gewinn, weil Probleme bei der Produktion des iPhone bestehen. - Bild: Nadkachna/Wikipedia/CC-BY-3.0

Dem Verkaufsstart waren eine Reihe von Produktionsproblemen bei den Zulieferern von Apple vorausgegangen. Dabei ging es vor allem um die neue Technologie, die in dem neuesten Modell des Kult-Smartphones steckt.

Die offiziell als Hon Hai Precision Industry Co firmierende Foxconn mit Sitz in Taiwan wies für die drei Monate per Ende September einen Nettogewinn von 21 Milliarden Taiwan-Dollar (umgerechnet rund 592 Millionen Euro) aus. Das waren ein Rückgang um 39 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und deutlich weniger als die von S&P Global Market Intelligence befragten Analysten mit 35,6 Milliarden Taiwan-Dollar erwartet hatten. Der Umsatz lag mit 1,1 Billionen Taiwan-Dollar in etwa auf Vorjahresniveau.

Hon Hai gibt keinen Ausblick und hält keine Pressekonferenzen zu den Geschäftszahlen hab. Die Aktie schloss am Dienstag 0,9 Prozent im Minus.

Zulieferer und Auftragsfertiger, die sehr stark von Apple abhängen, werden oftmals im Mitleidenschaft gezogen, wenn es bei den Apple-Geräten zu Produktionsengpässen kommt.

Die Pegatron Corp, die das iPhone 8 montiert, berichtete in der vergangenen Woche einen Rückgang des Nettogewinns um 32,4 Prozent. Analysten führten das auf Engpässe bei Bauteilen und arbeitsrechtliche Probleme zurück.

Apple hat in diesem Jahr gleich drei neue Smartphones auf den Markt gebracht. Das iPhone X, das rund 1.000 US-Dollar kostet, kam am 3. November in die Verkaufsregale, nur sechs Wochen nach dem Verkaufsstart der iPhones 8 und 8 Plus.

Engpässe bei Bauteilen für iPhone X

Die Produktionsprobleme des iPhone X umfassten Engpässe bei den Bauteilen für das Gesichtserkennungssystem und Produktionsprobleme bei den OLED-Bildschirmen, wie das Wall Street Journal berichtete.

Die Fertigung des iPhone X dürfte in den kommenden Monaten steigen. Das Produktionsvolumen von Apple stieg im dritten Quartal im Vergleich zum vorangegangenen um 3 Prozent auf rund 44 Millionen iPhones, wie der Marktforscher TrendForce ermittelte. Im vierten Quartal dürfte die Produktion auf 81 Millionen Geräte steigen. Davon dürfte das iPhone X laut TrendForce rund ein Drittel ausmachen.