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Der Vertrag zwischen der Fluggesellschaft Iran Air und dem Airbus-Konzern soll am Mittwoch in Paris unterzeichnet werden. - Bild: Airbus

Der Vertrag zwischen der Fluggesellschaft Iran Air und dem Airbus-Konzern werde am Mittwoch in Paris unterzeichnet, der letzten Station der ersten Europareise von Präsident Hassan Ruhani.

Insgesamt brauche sein Land 400 Langstrecken- und 100 Kurzstreckenflieger, sagte Achundi laut iranischen Medien. Derzeit verfüge der Iran lediglich über 150 einsatzbereite Maschinen, die im Durchschnitt schon 20 Jahre in der Luft seien. Was für Typen bei Airbus genau bestellt werden, blieb am Sonntag offen. Die ersten Maschinen sollen bereits Mitte März übergeben werden.

Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters will Iran jedoch 16 Jets des Langstreckenfliegers A350 sowie A320 und A330 bestellen. Kurz vor dem Abschluss stehe zudem der Erwerb von acht A380-Modellen, die ab 2019 geliefert würden.

Sollte das Land tatsächlich so viele der Großraumflieger bestellen, ginge eine Flaute für Airbus zu Ende - der Flugzeugbauer hat im vergangenen Jahr keine einzige Order für sein größtes Flugzeug erhalten.

Die iranische Wirtschaft war durch die im Zuge des Atomstreits verhängten Finanz- und Handelssanktionen in eine schwere Krise geraten. Mit der Aufhebung der Sanktionen kann Teheran erstmals wieder neue Flugzeuge auf dem Weltmarkt kaufen. Die Sanktionen hatten auch die zivilen Fluggesellschaften im Iran hart getroffen. Da sie keine Ersatzteile mehr kaufen konnten, galten viele der eingesetzten Maschinen als unsicher. Viele Flugzeuge mussten zuletzt ganz am Boden bleiben.

Noch keine Verträge mit Boeing

Die Verhandlungen mit Airbus liefen schon seit zehn Monaten, sagte Achundi. Wegen der Finanzsanktionen habe es jedoch keine Möglichkeit gegeben, die Flugzeuge zu bezahlen. Mit dem US-Konkurrent Boeing, mit dem sich Airbus um die Weltmarktführerschaft streitet, gebe es noch keine vorbereiteten Verträge, sagte Achundi. Das US-Finanzministerium habe noch keine Verhandlungen autorisiert.

Der iranische Markt hat ein gewaltiges Potential. Die Flughäfen müssten für rund 230 Millionen Euro saniert werden, sagte der Minister. Derzeit seien nur neun von 67 Flughäfen in Betrieb. Im Iran leben 79 Millionen Menschen. Das Land liegt überdies auf der Strecke vieler Interkontinentalverbindungen. In den vergangenen zehn Monaten legte der Luftverkehr bereits um zehn Prozent zu.

Dow Jones Newswires/AFP