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"Die EU-Kommission ist gefordert, gegenüber Italien die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen", verlangte ein Sprecher von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU).

Der CSU-Politiker hatte im Gespräch mit der Zeitung Bild am Sonntag die Richtung vorgegeben und einen Rückruf der Modelle Fiat 500, Fiat Doblo und Jeep Renegade verlangt. "Fiat hat sich bisher verweigert, an der Aufklärung mitzuwirken", sagte der CSU-Minister. Er habe deshalb die EU-Kommission eingeschaltet: "Die muss konsequenterweise dafür sorgen, dass für die Fiat-Fahrzeuge ein Rückruf organisiert wird."

Bei der Nachprüfung verschiedener Autotypen in Folge des VW-Skandals haben die von Dobrindt beauftragten Experten auch Unregelmäßigkeiten bei Dieselwagen aus dem italienisch-amerikanischen Konzern festgestellt. Sie sind sicher, dass der Hersteller - ähnlich wie VW - eine illegale Abschalteinrichtung verbaut hat. Auch die US-Umweltbehörde EPA wirft dem Unternehmen vor, mit einer Software die Abgaswerte von 100.000 Diesel-Fahrzeugen manipuliert zu haben.

Die italienische Regierung wies die Forderung nach einem Rückruf der Wagen in die Werkstätten zurück. "Die Forderung von Berlin ist gänzlich unzulässig", sagte der italienische Verkehrsminister Graziano Delrio am Sonntagabend laut Nachrichtenagentur Ansa.