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Laut dem IW in Köln könnte die EEG-Umlage auf 7,5 bis 10 Cent pro Kilowattstunde steigen. - Bild: Pixabay

Aktuell liegt die EEG-Umlage bei 6,35 Cent je Kilowattstunde. Als Grund für den Anstieg nennen die IW-Experten eine Explosion bei den Förderkosten in Folge der jüngsten EEG-Novelle. Anlagenbetreiber müssen sich demnach ab 2017 um die Förderung in Auktionen bewerben. So sollen die Ausbaumengen kontrolliert und die Kosten schneller gesenkt werden.

Die Sache hat aus IW-Sicht jedoch einen Haken: Alleine die im Rahmen des neuen Gesetzes ans Netz gehenden Anlagen könnten die Förderkosten bis 2025 um 3,3 bis 6,9 Milliarden Euro jährlich steigen lassen. Hinzu komme, dass der Förderbedarf alter Anlagen nicht konstant sei. "Insgesamt dürften die Förderkosten bis 2025 auf 24,8 bis 32,9 Milliarden Euro jährlich anwachsen", schreibt das IW Köln. Umgerechnet ergebe sich daraus eine EEG-Umlage zwischen 7,5 und 10 Cent je Kilowattstunde.

Zahlen erst Mitte des Monats

Die Bild-Zeitung hatte vergangene Woche unter Berufung auf Regierungskreise und Kreise der Bundesnetzagentur von einer drohenden Erhöhung der EEG-Umlage auf mindestens 7,1 Cent je Kilowattstunde berichtet. Sogar ein Anstieg auf 7,3 Cent werde nicht ausgeschlossen, hieß es. Das entspräche einem Anstieg von fast 15 Prozent.

Die Zahlen decken sich mit Berechnungen der Energieexperten von Agora-Energiewende, die ebenfalls einen Zuwachs auf 7,1 bis 7,3 Cent voraussagen. Ein Durchschnittshaushalt würde damit pro Jahr mit etwa 35 Euro zusätzlich belastet.

Die Bundesregierung hält sich bei dem Thema noch bedeckt, denn die Übertragungsnetzbetreiber und die Bundesnetzagentur geben die genaue Höhe der EEG-Umlage für das Folgejahr erst Mitte Oktober bekannt. Die Behörde selbst hatte kürzlich eine Größenordnung von 7,2 Cent in den Raum gestellt. Für Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) wäre der steile Anstieg unerfreulich, weil er einst versprochen hatte, die Umlage zumindest stabil zu halten.

Der Ausbau von Windkraft, Solarfeldern und Biomasseanlagen wird von Privathaushalten und Wirtschaft automatisch mit der Stromrechnung finanziert. Ausgenommen sind Großverbraucher aus der Industrie wie Stahlwerke und Aluminiumhütten.