Japaner erhöhen Angebot für deutsche DMG Mori Seiki. DMG-Chef Rüdiger Kapitza hatte allerdings im

Japaner erhöhen Angebot für deutsche DMG Mori Seiki. DMG-Chef Rüdiger Kapitza hatte allerdings im Januar gesagt, das Angebot sei "sehr hoch" und er plädiere dafür, "keinen einzigen Cent draufzuschlagen". - Bild: Gildemeister

Für die deutsche DMG Mori Seiki erhöhten die Japaner nun ihre Offerte für das früher als Gildemeister bekannte Unternehmen von 27,50 auf 30,00 Euro je Aktie, wie das in Stuttgart registrierte Übernahmevehikel DMG Mori GmbH mitteilte.

Hintergrund sei, dass die Übernahmegesellschaft außerbörslich knapp 9,5 Millionen Aktien der im MDAX notierten DMG Mori Seiki AG für je 30 Euro übernommen habe. Die Japaner stocken damit ihren Anteil um 12,02 auf 38,52 Prozent auf. Damit sei das primäre Ziel, “eine faktische Mehrheit basierend auf der Teilnahmequote in der Hauptversammlung 2014 wieder zu erlangen, erreicht.” Eine weitere Anhebung des Preises schloss die DMG Mori GmbH aus.

Kritik am Übernahmeangebot

Das Übernahmeangebot von 27,50 Euro je Aktie war von Anfang an als zu niedrig kritisiert worden, zumal die Aktie von DMG diesen Kurs rasch überschritt. Nach Ankündigung der Angebotserhöhung legte die Aktie nochmals zu. Aktuell steigt sie um 1,8 Prozent und liegt mit 30,16 Euro über dem neuen Preis, der einer Prämie von mehr als 40 Prozent auf den Drei-Monats-Durchschnittskurs vor dem ursprünglichen Übernahmeangebot entspricht.

Den Deal zur Übernahme haben DMG Mori Seiki aus Nagoya und DMG Mori Seiki aus Bielefeld im Rahmen eines neuen Kooperationsabkommens gemeinsam eingefädelt. DMG-Chef Rüdiger Kapitza hatte allerdings im Januar gesagt, das Angebot sei “sehr hoch” und er plädiere dafür, “keinen einzigen Cent draufzuschlagen”. In einer offiziellen Stellungnahme kamen Vorstand und Aufsichtsrat von DMG vorige Woche ebenfalls zu dem Schluss, das Angebot sei angemessen.

Auswirkungen auf die Andienungsfrist hat die Erhöhung des Angebots nicht. Sie läuft weiterhin bis zum 11. März um Mitternacht.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke