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Die japanische Bank Nomura warnt vor einer Finanzkrise in China. - Bild: Pixabay

"Gemessen an den Erfahrungen anderer Länder befindet sich China in der Gefahrenzone", schreiben die Analysen Rob Subbaraman und Michael Loo. Am überraschendsten sei das Tempo, mit dem China sich einer Finanzkrise nähere.

Subbaraman und Loo weisen darauf hin, dass es im zweiten Quartal des Vorjahres 43 Krisensignale aus China gegeben habe. Im ersten Quartal 2016 seien es 41 gewesen, im vierten Quartal 2012 noch null.

"In dem kurzen Zeitraum von nur 3,5 Jahren ist die am Bruttoinlandsprodukt gemessene private Verschuldung Chinas um 50 Prozentpunkte gestiegen, die Schuldendienstquote hat 20 Prozent erreicht, und die inflationsbereinigten Grundstückspreise stiegen um 52 Prozent", rechnen die Analysten vor.

Laut Nomura sind die selbst entwickelten fünf Frühindikatoren in der Lage, zwei Drittel der seit Anfang der 1990er Jahre in 30 Ländern eingetretenen 50 Finanzkrisen zu signalisieren. In diesem Zeitraum habe es nur in acht Ländern 43 oder mehr Finanzkrisensignale gegeben, und in allen sei es zu einer Finanzkrise oder wenigstens einer Nachfragerezession gekommen.

Ebenso kritisch sieht Nomura die Lage in dem eng mit China verbundenen Hongkong. Global gesehen sei Asien ohne Japan die krisengefährdetste Region. Den von den USA ausgehenden politischen Risiken sei Asien - neben Mexiko - am stärksten ausgesetzt.