Noch vor der Vorlage des offiziellen Übernahmeangebots hat die japanische DMG Mori Seiki eine

Noch vor der Vorlage des offiziellen Übernahmeangebots hat die japanische DMG Mori Seiki eine Sperrminorität bei dem im MDAX notierten Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori Seiki AG erreicht. - Bild: DMG Mori Seiki

DMG meldete in einer Pflichtmitteilung am Montag, dass die Japaner die Schwelle von 25 Prozent bereits überschritten haben und nun 26,5 Prozent an ihrem Bielefelder Partner halten.

Die deutsche DMG, die früher Gildemeister hieß, hatte Mittwoch vergangener Woche mitgeteilt, dass die Japaner ein Übernahmeangebot von 27,50 Euro je DMG-Anteil vorlegen werden. Sie streben eine Beteiligung von mindestens 50 Prozent plus eine Aktie an. Besser seien 75 Prozent plus eine Aktie, sagte Rüdiger Kapitza, Vorstandschef der deutschen DMG Mori Seiki AG, vergangene Woche.

Analysten und Händler hatten das Angebot umgehend als deutlich zu niedrig bewertet. Die Aktie kostet auch bereits deutlich mehr. Sie schloss am Montag bei 28,45 Euro.

Die namensgleichen Partner wollen ihre seit 2009 bestehende und durch eine Überkreuzbeteiligung gefestigte Kooperation durch eine Übernahme in einen Zusammenschluss münden lassen. Der frühe Zeitpunkt und die Tatsache, dass die Japaner nun die Deutschen übernehmen sollen, überraschte die Anleger jedoch. Zuvor war stets von einer Fusion unter Gleichen die Rede.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke