Japan, Exporte

Japans Exporte sind kräftig gestiegen. - Bild: Pixabay

Das war der sechste Zuwachs in Folge und der größte Anstieg seit Januar 2015. Vom Wall Street Journal befragte Volkswirte hatten allerdings ein Plus von 18,2 Prozent erwartet.

Eine anziehende Nachfrage in Schwellenmärkten und ein schwächerer Yen schoben die Ausfuhren an. Die Exporte von Autos und Stahl waren die größten Gewinner dieser Entwicklung.

Die starken Exporte haben Japans moderates aber stabiles Wirtschaftswachstum zuletzt angeschoben. Im ersten Quartal 2017 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hochgerechnet um 1 Prozent gewachsen. Damit wächst die japanische Wirtschaft seit fünf Quartalen in Serie, die längste Phase seit elf Jahren.

In der Handelsbilanz weitete sich das Defizit im Mai auf 203,4 Milliarden Yen aus, verglichen mit minus 47,3 Milliarden Yen im Vorjahresmonat. Von Nikkei befragte Ökonomen hatten mit einem Überschuss von 73 Milliarden Yen gerechnet. Allerdings weist Japan wegen einer Reihe von Feiertagen im Mai, die auf die Exporte drücken, oft ein Defizit aus, wie Vertreter des Finanzministeriums sagten.

Japans Überschuss im Handel mit den USA stieg im vergangenen Monaten erstmals seit drei Monaten wieder und legte um 19 Prozent auf 411,1 Milliarden Yen zu. Dies Zahl ist in den Fokus gerückt, nachdem US-Präsident Donald Trump Japan heftig dafür kritisierte, zum Handelsbilanzdefizit der USA beizutragen.