Jenoptik, hier das Ernst-Abbe-Hochhaus, meldet gestiegene Umsatzzahlen im ersten Quartal 2015. -

Jenoptik, hier das Ernst-Abbe-Hochhaus, meldet gestiegene Umsatzzahlen im ersten Quartal 2015. - Bild: Jenoptik

Der Jenoptik-Konzern hat seinen Umsatz im ersten Quartal 2015 auf 145,8 Millionen Euro gesteigert. Das EBIT lag dagegen mit 8,7 Millionen Euro unter dem Niveau des Vorjahres.

In den ersten drei Monaten 2015 erzielte der Jenoptik-Konzern nach eigenen Angaben mit 145,8 Millionen Euro einen Umsatz um 6,4 Prozent über dem Vorjahresniveau (136,9 Mio Euro). Während die Segmente Messtechnik und Verteidigung & Zivile Systeme zulegten, blieb das Segment Laser & Optische Systeme aufgrund einer geringeren Nachfrage aus der Halbleiterausrüstungsindustrie unter dem Vorjahreswert. Umsatzsteigerungen wurden in Deutschland, Europa und Asien erzielt.

Mit 166,8 Millionen Euro stieg der Auftragseingang in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,1 Prozent (160,3 Mio Euro) und lag damit klar über dem Umsatz des Quartals. Der Auftragsbestand zum 31. März 2015 übertraf mit 447,4 Mio Euro den Vergleichswert vom Jahresende 2014 um 5,9 Prozent (31.12.2014: 422,5 Mio Euro; 31.3.2014: 432,8 Mio Euro).

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 7,2 Prozent auf 15,8 Millionen Euro (14,8 Mio Euro). Dagegen erreichte das Betriebsergebnis (EBIT) mit 8,7 Millionen Euro erwartungsgemäß trotz des leicht gestiegenen Umsatzes nicht den Vorjahreswert (10,5 Millionen Euro), der positive Sondereffekte enthalten hatte. Zudem minderten unter anderem Abschreibungseffekte aus den 2014 vollzogenen Unternehmenskäufen das Ergebnis im 1. Quartal 2015. Die EBIT-Marge ging von 7,7 Prozent auf 6,0 Prozent zurück.

Infolge eines verbesserten Finanzergebnisses von 1,1 Millionen Euro (-1,5 Mio Euro) erzielte der Jenoptik-Konzern im Berichtszeitraum mit 9,8 Millionen Euro ein höheres Ergebnis vor Steuern als im Vorjahr (9,0 Millionen Euro). Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich auf 8,3 Millionen Euro, nach 7,7 Millionen Euro im Vorjahr.

Mit dem gestiegenen Auftragseingang und in Vorbereitung auf künftige Kundenprojekte wurde in den ersten drei Monaten 2015 Working Capital aufgebaut. In Verbindung mit der Auszahlung an den letzten stillen Immobilieninvestor führte dies erwartungsgemäß zu einem Anstieg der Nettoverschuldung zum 31. März 2015 auf 111,2 Millionen Euro (92,1 Millionen Euro).

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im 1. Quartal 2015 minus 0,8 Millionen Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von minus 7,1 Millionen Euro. Der Free Cashflow verbesserte sich auf minus 3,3 Millionen Euro (-10,7 Millionen Euro).

Die Eigenkapitalquote des Jenoptik-Konzerns konnte auf 51,5 Prozent gesteigert werden (31.12.2014: 50,1 Prozent). Jenoptik hatte im März 2015 den bestehenden Konsortialkredit verlängert und von 120 Millionen Euro auf 230 Millionen Euro erhöht. Darüber hinaus konnte Jenoptik im April neue Schuldscheindarlehen mit einem erhöhten Gesamtvolumen von 125 Millionen Euro erfolgreich platzieren.

Der Vorstand bestätigt die Prognose für 2015: Der Konzernumsatz soll zwischen 650 und 690 Millionen Euro liegen, die EBIT-Marge zwischen 8,5 und 9,5 Prozent. Voraussetzung dafür ist, dass sich die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen nicht verschlechtern. Dazu gehören insbesondere Exportbeschränkungen, Regulierungen auf europäischer Ebene, der Russland-Ukraine-Konflikt sowie weitere Verwerfungen in der Eurozone.

Jenoptik / Stefan Weinzierl