CEO Michael Mertin síeht Jenoptik operativ trotz gesunkenem Umsatz und EBIT auf einem guten Weg. -

CEO Michael Mertin síeht Jenoptik operativ trotz gesunkenem Umsatz und EBIT auf einem guten Weg. - Bild: Jenoptik

Jenoptik hat seine wirtschaftlichen Ziele im Geschäftsjahr 2014 nicht erreicht. Das sagte CEO Michael Mertin bei der Vorstellung der Konzern-Zahlen. Dafür sei man operativ gut vorangekommen.

“Bei den wirtschaftlichen Ergebnissen hatten wir uns für 2014 ursprünglich höhere Ziele gesteckt. Dafür kamen wir operativ gut voran, so zum Beispiel mit der Weiterentwicklung unserer Prozess- und Systemlandschaft und auch mit unserer Internationalisierung”, fasst Jenoptik-CEO Michael Mertin das abgelaufene Geschäftsjahr zusammen.

Der Jenoptik-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 590,2 Millionen Euro, der 1,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahrs lag (600,3 Millionen Euro). Das Segment Laser & Optische Systeme konnte den Umsatz 2014 steigern. Die beiden anderen Segmente – Messtechnik sowie Verteidigung & Zivile Systeme – verzeichneten aufgrund der Investitionszurückhaltung der Kunden, Exportrestriktionen sowie zeitlichen Projektverschiebungen einen Umsatzrückgang.

Wichtigster Abnehmermarkt blieb der Bereich Automotive/Maschinenbau mit einem Umsatzanteil von 27,0 Prozent (27,9 Prozent). Regional kamen die Wachstumsimpulse vor allem aus dem Raum Asien/Pazifik (plus 40,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Jenoptik erzielte 64,2 Prozent des Umsatzes im Ausland (62,0 Prozent).

Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (Konzern-EBITDA) stieg leicht auf 76,1 Millionen Euro (74,8 Mio Euro). Das Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) lag bei 51,6 Millionen Euro (52,7 Millionen Euro).

Ein veränderter Umsatzmix sowie effizientere operative Prozesse durch das Jenoptik Exzellenz Programm beeinflussten die Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv, Auftragsneubewertungen im Verteidigungsgeschäft hatten hingegen einen negativen Effekt. Die EBIT-Marge blieb mit 8,7 Prozent (8,8 Prozent) fast auf dem Niveau des Vorjahrs. Der leichte Rückgang des EBIT spiegelte sich auch im Ergebnis vor Steuern (Konzern-EBT) wider, das mit 46,1 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert lag (47,2 Mio Euro). Das Ergebnis je Aktie betrug 0,73 Euro (0,82 Euro).

Im Geschäftsjahr 2014 stieg der Auftragseingang auf 589,2 Millionen Euro (575,3 Millionen Euro) und erreichte damit das Niveau des Umsatzes. Zuwächse erzielten die Segmente Laser & Optische Systeme sowie Messtechnik.

Der Auftragsbestand stieg Ende 2014 auf 422,5 Millionen Euro (31.12.2013: 411,4 Millionen Euro).

Auch 2015 verfolgt der Jenoptik-Konzern seine strategische Agenda konsequent weiter mit dem Ziel, profitables Wachstum in allen Segmenten zu erreichen. Umsatzwachstum, daraus resultierende Skaleneffekte, Kostendisziplin und höhere Margen aus dem zunehmenden System- sowie Servicegeschäft sollen zu einer Steigerung und Nachhaltigkeit der Ergebnisse führen. !Im Geschäftsjahr 2015 wollen wir auf den Wachstumspfad zurückkehren. Wir streben einen Konzernumsatz in einer Spanne von 650 bis 690 Millionen Euro sowie eine EBIT-Marge zwischen 8,5 und 9,5 Prozent an”, so Michael Mertin.

Angesichts der stabilen Ertrags- und Finanzlage des Konzerns schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der JENOPTIK AG der Hauptversammlung eine Dividendenzahlung von 0,20 Euro je Aktie vor (0,20 Euro). Damit steigt die Ausschüttungsquote auf 27,5 Prozent (24,3 Prozent).

Jenoptik/Stefan Weinzierl