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Bombardier - hier eine Studie zum Business Jet Global 7000 - hat von der kanadischen Regierung eine kräftige Finanzspritze erhalten. - Bild: Bombardier

Die Finanzspritze fällt deutlich geringer aus als zunächst mit 1 Milliarde US-Dollar von Bombardier gefordert. Auf die Frage, warum Kanada nun deutlich weniger zur Verfügung stellt, erklärte Innovationsminister Navdeep Bains, dass sich die Lage des Unternehmens zuletzt verbessert habe.

Die nun zur Verfügung gestellten Mittel sollten die Entwicklung der Flugzeuge CSerie und Global 7000 sicherstellen. Zudem könnten nun tausende, gut bezahlte Arbeitsplätze in Kanada erhalten bleiben, erklärte Bains. Es sei ein Signal der Zuversicht an das Unternehmen und CEO Alain Bellemare, dass sich in die richtige Richtung entwickele.

Bombardier hatte vor rund einem Jahr angekündigt, weltweit etwa 7.000 Arbeitsplätze zu streichen. In der Bahnsparte sollten es 3.000 Mitarbeiter treffen, 1.430 davon in Deutschland. Bombardier unterhält unter anderem Entwicklungs- und Fertigungsstandorte im sächsischen Bautzen und Görlitz sowie im brandenburgischen Henningsdorf. Insgesamt verfügt das Unternehmen in Deutschland über sieben Standorte.

Wieviel Stellen letztlich in Deutschland gestrichen werden, konnte der neue Deutschland-Geschäftsführer der Zugsparte Bombardier Transportation, Michael Fohrer, nicht sagen. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Mittwochausgabe) trat er Gerüchten entgegen, der Konzern wolle Standorte schließen und unter den rund 8.500 Beschäftigten massiv Personal abbauen. "Deutschland ist für uns ein absoluter Kernmarkt mit großen Chancen. Allerdings haben wir noch einen längeren Weg vor uns, um nachhaltig profitabel zu sein", sagte der Manager. "In den vergangenen fünf Jahren war die deutsche Bilanz leider negativ." Bombardier in Deutschland soll in den nächsten zwei, drei Jahren effizienter aufgestellt werden.

Das Gesamtkonzept für alle deutschen Standorte soll mit den Arbeitnehmern bis Juli abgestimmt und finalisiert werden, so Fohrer.