China knöpft Mercedes-Benz rund 54 Mio EUR wegen einer Kartellstrafe ab.  - Bild: Daimler

China knöpft Mercedes-Benz rund 54 Mio EUR wegen einer Kartellstrafe ab. - Bild: Daimler

Der Autokonzern Daimler hat in China eine Strafe wegen wettbewerbsschädigenden Verhaltens aufgebrummt bekommen. Mercedes-Benz muss rund 54 Millionen Euro zahlen.

Die zuständigen Wettbewerbshüter in der Provinz Jiangsu belegten Daimlers Pkw-Tochter Mercedes-Benz mit einer Geldbuße von 350 Millionen Yuan (umgerechnet rund 54 Millionen Euro), weil der Premiumautobauer seine marktbeherrschende Stellung ausgenutzt und zu Lasten der Kunden mit Händlern Preise für E- und S-Klasse-Fahrzeuge sowie für Ersatzteile abgesprochen haben soll.

Ein Daimler-Sprecher sagte, Mercedes-Benz China akzeptiere die Strafe.

Chinas Kartellwächter hegen bereits seit geraumer Zeit den Verdacht, dass ausländische Autobauer ihre Marktdominanz ausnutzen und über die Maßen gut verdienen, indem sie die Verkäufe von Ersatzteilen kontrollieren und den Kunden zu viel Geld abknöpfen. In Reaktion auf diese Vorwürfe und entsprechende Untersuchungen haben viele Premiumhersteller bereits im vergangenen Jahr ihre Preise für Automodelle oder Ersatzteile gesenkt.

Eine Strafe konnten sie dadurch teils dennoch nicht abwenden: Im September vergangenen Jahres wurden bereits die Volkswagen-Tochter Audi und der US-Autobauer Chrysler zu einer Geldbuße von insgesamt rund 43 Millionen Euro verdonnert. Zudem mussten zwölf japanische Autozulieferer umgerechnet gut 150 Millionen Euro Strafe zahlen.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht