Akbar Al Baker

Akbar Al Baker, Mitglied des Aufsichtsrats bei Volkswagen, fordert mehr Mitsprache für den Großaktionär Katar - über einen Sitz in dem mächtigen Präsidium des Aufsichtsrats. - Bild: Tom Allett

Der mit 17 Prozent der Stammaktien an Volkswagen beteiligte Staatsfonds des Emirats verlange einen Sitz im Präsidium des Aufsichtsrats, berichtet das "Manager Magazin" unter Berufung auf das Umfeld des Wolfsburger Unternehmens.

Bei Volkswagen und der Qatar Investment Authority war kurzfristig niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Im Präsidium des Aufsichtsrats, dem mächtigsten Ausschuss des Kontrollgremiums, sei allerdings aktuell kein Platz frei, schreibt das Magazin weiter. Und keiner der drei Vertreter der Kapitalseite dürfte seinen Sitz im Präsidium freiwillig für einen Aufsichtsrat aus Katar räumen.

Im Aufsichtsrat der Volkswagen AG hält das Emirat zwei der zehn Sitze auf der Kapitalseite. Die Vertreter aus Katar hätten sich in dem Kontrollgremium lange eher unauffällig verhalten. Seit der Skandal um manipulierte Abgasemissionen Volkswagen erschüttert, verlange Katar jedoch mehr Mitsprache, so das Magazin unter Berufung auf Informationen aus dem Gremium.