KfW

Die KfW-Zentrale Frankfurt. - Bild: KfW-Bildarchiv / Rüdiger Nehmzow

Die Tochter KfW Capital soll bestehende Förderinstrumente der Bank für Gründer bündeln und Start-ups binnen zehn Jahren zwei Milliarden Euro bereitstellen. Das Projekt hatte die KfW im Sommer 2017 angekündigt.

Die Förderbank investiert dabei über die Beteiligungstochter in Wagniskapitalfonds, die sich wiederum an Start-ups beteiligen oder ihnen Kredite geben. Bis 2020 soll das Fördervolumen der KfW auf 200 Millionen Euro pro Jahr steigen, wie die Bank mitteilte. Unterstützt werden Gründer aus allen Branchen von Technologie bis Biotech.

Die Bank will als Leuchtturm-Finanzierer private Investoren wie Stiftungen oder Pensionsfonds ermuntern, ebenfalls mehr Geld in Wachstumsfirmen zu stecken.

Kapital für Start-ups ist knapp in Deutschland: Während sie noch relativ leicht an Geld für die Gründung kommen, mangelt es an Mitteln in der frühen Wachstumsphase. Die KfW beziffert hier die Lücke auf 500 bis 600 Millionen Euro pro Jahr.

Das Fehlen von Investorengeld gilt als Grund, warum die deutsche Start-up-Branche der Konkurrenz aus den USA, Großbritannien oder Israel hinterherhinkt. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte sich zuletzt mehr für Gründer engagiert, Branchenvertreter sehen aber noch Nachholbedarf.

Die KfW fördert schon länger Start-ups, indem sie sich etwa am Hightech-Gründerfonds beteiligt, dem bundesweit größten Finanzierer für Wachstumsfirmen in der Frühphase.