Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz ist mehr als nur ein weit entferntes Zukunftsthema für den Maschinenbau. - Bild: Pixabay

Kein Bereich der Welt sei so gut aufgestellt wie der deutschsprachige Raum zur Entwicklung der nächsten großen Welle der Künstlichen Intelligenz, sagte Schmidhuber nach einer Diskussion mit der Spitze der Unionsfraktion in Berlin. Dabei werde es um "die Welt der Maschinen, die jetzt intelligent werden" gehen.

Schmidhuber ist Professor und wissenschaftlicher Direktor bei IDSIA, einem Schweizer Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz.

"Die Maschinen wollen jetzt klug werden"

Im deutschsprachigen Raum seien die besten Maschinenbauer, Hersteller von Werkzeugmaschinen und Robotern angesiedelt, sagte Schmidhuber. "Die Maschinen wollen jetzt klug werden" und würden deswegen mehr und mehr mit Sensoren bestückt.

Er versuche, die Bundesregierung zu überzeugen, mit Industriepolitik für die Voraussetzungen zu sorgen, dass man mit Entwicklungen in China oder den USA mithalten könne.

Viele Aspekte der modernen Künstlichen Intelligenz kämen nicht aus Kalifornien oder China, sondern aus Deutschland und dem deutschsprachigen Raum. Das betreffe die ersten selbstfahrenden Autos wie etwa auch Systeme zur Spracherkennung.

Die Wertschöpfung in diesem Bereich finde aber nicht mehr in Europa, sondern in den USA am Pazifik bei den großen Konzernen wie Apple, Google oder Microsoft. Auch in China würden Milliardensummen in die KI gesteckt.

Die für digitales zuständige stellvertretende Unionsfraktionschefin Nadine Schön (CDU) sagte, der Ausbau der Künstlichen Intelligenz sei Schwerpunkt der Union in dieser Legislaturperiode. Noch in diesem Jahr solle die KI-Strategie der Bundesregierung vorliegen.

Ihr für Gesundheit zuständiger CSU-Amtskollege Georg Nüßlein warnte davor, Entwicklungschancen der Künstlichen Intelligenz durch den Datenschutz zu verhindern.