Kion

Beim Gabelstaplerhersteller Kion läuft es gut: Die Wiesbadener melden steigende Zahlen. - Bild: Kion

Der Auftragseingang von April bis Juni legte im Vergleich zum Vorjahr um 8,3 Prozent auf 1,427 Milliarden Euro zu. Der Auftragsbestand belief sich auf 1,01 Milliarden Euro, das waren 16,8 Prozent mehr als zum Jahresende 2015. Der Umsatz erhöhte sich um 7 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro und das operative Ergebnis EBIT legte um 20,9 Prozent auf 140,8 Millionen Euro zu. Dadurch erreichte Kion im zweiten Quartal eine EBIT-Marge von 10,5 Prozent.

Kion hatte Ende Juni angekündigt, mit einer milliardenschweren Übernahme sein Geschäft vor allem in den USA auszubauen. Kion kauft den Maschinen- und Anlagenbauer Dematic und zahlt dafür 2,1 Milliarden US-Dollar.

Den Ausblick auf das laufende Jahr bekräftige der MDax-Konzern am Montagmorgen. Effekte aus der geplanten Dematic-Akquisition seien aber noch nicht berücksichtigt. Das liege daran, dass der Abschluss der Transaktion noch ausstehe. Demnach erwartet der Konzern einen Auftragseingang zwischen 5,35 und 5,5 Milliarden Euro. Beim Konzernumsatz bewegt sich der Zielwert zwischen 5,2 und 5,35 Milliarden Euro. Für das bereinigte EBIT wird ein Zielkorridor von 510 bis 535 Millionen Euro angestrebt.

Am Aktienmarkt kommen die Geschäftszahlen offenbar gut an. "Alle Kennzahlen liegen leicht über unseren Schätzungen. Positiv ist aber vor allem der Auftragseingang", erklärte in Händler in einer ersten Reaktion. Mit einem Plus von 8,3 Prozent sei die Prognose seines Hauses von 7 Prozent recht deutlich übertroffen worden. Das saisonal starke zweite Quartal sei besser gelaufen als erwartet. Folglich könnten sich nun die Schätzungen am Markt für den Umsatz und das EBIT eher am oberen Rand der von Kion in Ausicht gestellten Spannen orientieren.