Takata Schriftzug

Der US-Investor KKR will offenbar die Kontrolle beim angeschlagenen Airbagherstellers Takata übernehmen. Man wolle einen Kontrollanteil von der Gründerfamilie übernehmen, die 60 Prozent an dem Unternehmen halte. - Bild: Takata

Die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei berichtet, dass die Private-Equity-Gesellschaft dem japanischen Unternehmen einen detaillierten Restrukturierungsplan vorgelegt habe.

Die Aktie von Takata reagierte auf den Bericht mit einem Kurssprung von 21 Prozent. Ob der Vorschlag Aussicht auf Erfolg hat, sei unklar. Zunächst müssten die Anteilseigner von Takata, zu denen diverse Automobilhersteller zählen, dem Vorhaben zustimmen. Die Informationen passen aber zu der Ankündigung des Unternehmens vom Mittwoch.

Takata hatte gesagt, die Investmentbank Lazard zur Unterstützung beim Restrukturierungsplan engagiert zu haben. Lazard solle auch Vorschläge unterbreiten, wie das japanische Unternehmen die voraussichtlich Milliarden Dollar an Haftungsansprüchen aus dem Airbagskandal schultern kann. Takata setzt darauf, einen Finanzinvestor oder ein Unternehmen aus der Automobilbranche zu finden, dass eine Finanzspritze zur Verfügung stellt und dabei hilft, einen tragbaren Deal mit den betroffenen Herstellern zu finden. Alleine in den USA muss das Unternehmen fast 70 Millionen Airbags zurückrufen.

Takata steht wegen defekter Airbags weltweit massiv unter Druck. Mehr als ein Dutzend Autohersteller rufen derzeit Millionen Fahrzeuge zurück, für die Takata Airbags geliefert hatte. Die eingebauten Luftkissen können platzen, umherfliegende Metallteile können Fahrer und Beifahrer verletzen oder töten. Zehn tödliche Unfälle ereigneten sich in den USA; ein weiterer tödlicher Unfall in Malaysia.