Der Stahlhändler Klöckner & Co rechnet für das laufende Quartal mit einem Verlust. Das erste

Der Stahlhändler Klöckner & Co rechnet für das laufende Quartal mit einem Verlust. Das erste Quartal stellt sich schwieriger dar als erwartet. - Bild: Klöckner

“In den USA sind wir mit sehr stark fallenden Stahlpreisen konfrontiert”, sagte Vorstandschef Gisbert Rühl am Donnerstag in Düsseldorf.

Der Konzern habe zwar mit einem Preisrückgang in USA gerechnet, sagte Rühl. Der sei aber schneller gekommen und heftiger ausgefallen als erwartet. Allerdings geht der KlöCo-Chef davon aus, dass “der Boden bald erreicht” sei.

Der Stahlhändler rechnet damit, dass das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im ersten Quartal auf 15 bis 25 Millionen Euro sinkt – von 45 Millionen Euro im Vorjahresquartal. KlöCo erwartet eine zusätzliche Belastung in mittlerer einstelliger Millionenhöhe durch eine neue Bilanzierungsvorschrift. Deshalb werde auch das Konzernergebnis negativ ausfallen, sagte Rühl.

Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstandschef aber eine Steigerung des Nettoergebnisses. Auch das EBITDA soll weiter steigen – allerdings sind die Kosten für geplante Restrukturierungsmaßnahmen in Frankreich nicht in der Prognose enthalten. Derzeit lasse sich die Summe noch nicht absehen, sagte Rühl.

KlöCo legte am Donnerstag die Ergebnisse für das vergangene Geschäftsjahr vor. Der Konzern hatte vor allem aufgrund seines Sparprogramms erstmals seit 2011 einen Nettogewinn erwirtschaftet. An dem Erfolg will KlöCo auch seine Aktionäre teilhaben lassen: Der Konzern plant, eine Dividende von 20 Cent je Aktie zu zahlen.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke