Das Artec-Konsortium von KMW und Rheinmetall will Boxer-Radpanzer (hier ein Boxer der Bundeswehr im Camp Marmal in Afghanistan) in Großbritannien bauen.

Das Artec-Konsortium von KMW und Rheinmetall will Boxer-Radpanzer (hier ein Boxer der Bundeswehr im Camp Marmal in Afghanistan) in Großbritannien bauen. - Bild: ISAF/Wikimedia/CC BY 2.0

Die Investition von Artec in Großbritannien soll nach Schätzungen mindestens 1.000 Arbeitsplätze sichern oder schaffen. Der britische Partnerschaftsansatz sorgt dafür, dass britische Unternehmen vollständig in die Lieferkette des Fahrzeugs integriert sein werden. Neben Rolls Royce und Parker-Hannifin werden auch WFEL, ein Tochterunternehmen von Krauss-Maffei Wegmann (KMW), und weitere britische Tochterunternehmen der Artec Mutterkonzerne KMW und Rheinmetall an dem Projekt mitwirken.

Darüber hinaus beabsichtigt Rheinmetall im Rahmen des Programms den Bau eines modernen Fertigungs- und Integrationszentrums für gepanzerte Fahrzeuge in Großbritannien. Dieses Engagement sichert langfristig Kapazitäten für die Produktion und Instandsetzung von gepanzerten Fahrzeugen in Großbritannien.

Großbritannien spielte zwischen 1999 und 2004 eine wichtige Rolle bei Konstruktion, Entwicklung und Tests des Boxer. Bei einer Akquisition würde Großbritannien wieder die Rechte übernehmen, die es als ursprünglicher Projektpartner innehatte. Dies würde dem Boxer von dort aus auch Exportmöglichkeiten nach britischem Recht ermöglichen.

Der Boxer erfüllt alle zentralen Anforderungen seitens der britischen Armee. Seine hohe Beweglichkeit, sein großes Leistungsspektrum und der maximale Schutz für die Insassen des Fahrzeugs machen ihn zu einer idealen Lösung für die britische Armee. Mit rund 700 bereits ausgelieferten oder bestellten Fahrzeugen setzt der Boxer laut Arteclängst Maßstäbe für Fahrzeuge seiner Klasse in den europäischen NATO-Staaten.

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Video: Der Boxer UK