Haldex Knorr-Bremse ZF Friedrichshafen

Im Übernahmekampf um Haldex haben sich die beiden Bieter ZF Friedrichshafen und Knorr-Bremse zuletzt einen Schlagabtausch geliefert.- Bild: Haldex

Der Bremsenhersteller Knorr-Bremse hat nach eigenen Angaben vom Freitag knapp 1,6 Millionen Haldex-Aktien zu einem Preis von 125 schwedischen Kronen pro Aktie erworben, was 3,56 Prozent aller Aktien und Stimmrechte von Haldex entspricht. Damit baut Knorr-Bremse seinen Anteil an Haldex auf aktuell 14,91 Prozent aus. In der letzten Woche hielt Knorr-Bremse noch 11,35 Prozent.

Knorr-Bremse und die ZF Friedrichshafen liefern sich derzeit einen Schlagabtausch um Haldex. Die schwedische Haldex hatte von Anfang an das Konkurrenzangebot von ZF Friedrichshafen unterstützt, obwohl dies niedriger ist als das von Knorr-Bremse. ZF Friedrichshafen bietet den Haldex-Aktionären 120 schwedische Kronen in bar pro Anteilsschein. ZF Friedrichshafen hält 21,24 Prozent an Haldex. Knorr-Bremse bietet aktuell 125 Kronen je Aktie an und hatte seine Offerte jüngst aufgestockt.

"Der Kauf weiterer Haldex-Anteile bestätigt abermals die Attraktivität unseres Angebots für die Aktionäre der Gesellschaft. Er spiegelt die positiven Rückmeldungen von Investoren wider, die wir im Verlauf der letzten Tage erhalten haben", erklärt Klaus Deller, Vorstandsvorsitzender von Knorr-Bremse, in einer Mitteilung.

"Wir haben klare Anhaltspunkte dafür, dass die kürzlich getätigten Äußerungen des Managements von Haldex in Bezug auf unser Angebot von einigen Investoren nicht geteilt werden. Wir verfolgen das Ziel, einen überzeugenden Zusammenschlusses von Knorr-Bremse und Haldex umzusetzen, aufgrund des starken strategischen Rationals und den klaren Vorteilen für Kunden, Arbeitnehmer und alle anderen Stakeholder weiter."

Aktienpaket kommt von Carnegie Fonder

Knorr-Bremse hat das Aktienpaket über 1.575.039 Aktien von Carnegie Fonder AB gekauft. Das Unternehmen erklärte weiter, sollte Knorr-Bremse den Angebotspreis erhöhen, erhalte Carnegie einen der Erhöhung entsprechenden Betrag als zusätzliche Gegenleistung.

Darüber hinaus erhalte Carnegie für den Fall, dass Knorr-Bremse die von Carnegie gekauften Aktien innerhalb von 12 Monaten weiterveräußern sollte, den kompletten Nettoprofit aus einem solchen Weiterverkauf ausgezahlt. Sollten die Aktien nach Ablauf von 12 Monaten, jedoch innerhalb von 18 Monaten weiterveräußert werden, werde die hälfte des Nettoprofits ausgezahlt.

Wegen des Kaufvertrags mit Carnegie passt Knorr-Bremse die Angebotskonditionen der Offerte nun so an, dass alle Haldex-Aktionäre, deren Aktien Knorr-Bremse erwirbt, ebenfalls diese Vergütung erhalten würden.