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Knorr-Bremse hat bekannt gegeben, die Angebotsfrist für die Übernahme der schwedischen Haldex zu verlängern. - Bild: Knorr-Bremse

Am 5. September 2016 hat Knorr-Bremse ein öffentliches Übernahmeangebot an die Aktionäre von Haldex angekündigt. Im Rahmen des Angebots können Aktionäre sämtliche Aktien andienen. Am 7. Dezember 2016 hat Knorr-Bremse die Annahmefrist bis zum 28. Februar 2017 verlängert, so das Münchner Unternehmen

Der Vollzug des Angebots steht laut einer Mitteilung unter anderem unter der Bedingung, dass Knorr-Bremse sämtliche erforderlichen Freigaben der Behörden vorliegen.

Auf Basis des Informationsaustauschs mit Haldex und des Dialogs mit den Aufsichtsbehörden komme Knorr-Bremse zu der Einschätzung, dass mehr Zeit erforderlich sein werde, um die Kartellfreigabe abzuschließen. Die Annahmefrist werde daher bis zum 16. Juni 2017 verlängert.

Knorr-Bremse forciere die Transaktion weiterhin mit hohem Engagement, da sie eine überzeugende strategische Logik biete. Knorr-Bremse treibt nach eigenen Angaben außerdem den kartellrechtlichen Freigabeprozess mit vollem Einsatz voran und ist zuversichtlich, die Freigabe zu erhalten.

Klaus Deller, Vorsitzender des Vorstands von Knorr-Bremse sagte: "An unserem Engagement für die Verbindung von Haldex und Knorr-Bremse hat sich nichts geändert. Der Wandel der Nutzfahrzeugindustrie hin zu autonomem Fahren schreitet rasch voran. Durch die Kombination der Expertise von Haldex und Knorr-Bremse können wir bei dieser Entwicklung eine führende Rolle übernehmen und weiteres Wachstum erschließen. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Kartellfreigabe keine Frage des Ob, sondern des Wie ist. Aufgrund unserer Vorbereitungen und des regelmäßigen Austauschs mit den Behörden treiben wir den Freigabeprozess weiter voran und streben an, diesen erfolgreich und termingerecht abzuschließen.”

Die Abwicklung erfolge, sobald Knorr-Bremse bekannt gibt, dass die Bedingungen für das Angebot erfüllt sind, oder Knorr-Bremse anderweitig entscheidet, das Angebot als abgeschlossen zu betrachten. Sollte eine solche Ankündigung bis spätestens 21. Juni 2017 erfolgen, werde mit der Abwicklung voraussichtlich am 28. Juni 2017 begonnen werden.

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Haldex-Übernahme: Das ist bisher passiert

  • Haldex ZF Friedrichshafen SAF Holland Knorr-Bremse

    Objekt der Begierde: Der schwedische Fahrzeugzulieferer Haldex ist zum heißen Übernahmeziel avenciert. 2015 beschäftigte die Haldex-Gruppe ca. 2.100 Mitarbeiter und erwirtschaftete Umsätze von 511 Millionen Euro. - Bild: Haldex

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    Die Schweden produzieren Brems-, Hydraulik-, Antriebssysteme sowie Federstahldrähte für zahlreiche Fahrzeughersteller. Zu den Kunden zählen Hersteller von schweren Lkws, Bussen, Trailern und Achssystemen für diese Fahrzeugtypen sowie Werkstätten, die den Aftermarkt bedienen. - Bild: Haldex

  • Haldex ZF Friedrichshafen SAF Holland Knorr-Bremse

    Am 14. Juli 2016 verkündete der LKW- und Trailerzulieferer SAF-Holland seine Übernahmepläne für Haldex und startete am 1. August offiziell die Offerte. Haldex bezeichnete das Angebot aber als "unerwünscht". SAF-Holland offerierte je Haldex-Aktie 94,42 schwedische Kronen (rund 10,02 Euro) in bar, womit das Unternehmen insgesamt mit umgerechnet 442,1 Millionen Euro bewertet wurde. - Bild: SAF Holland

  • Haldex ZF Friedrichshafen SAF Holland Knorr-Bremse

    Bereits am 04. August 2016 stieg ZF Friedrichshafen ein und legte ein Gegenangebot für Haldex vor. Statt den von SAF angebotenen 94,42 schwedischen Kronen, wollte ZF die Haldex-Aktionäre mit einem Angebot von den Aktionären 100 schwedischen Kronen je Aktie in bar locken. - Bild: ZF Friedrichshafen

  • Haldex ZF Friedrichshafen SAF Holland Knorr-Bremse

    Freude bei ZF-Chef Stefan Sommer: Die Luxemburgische SAF Holland erklärt, die Offerte für Haldex nixht erhöhen zu wollen und zieht am 25. August sein Barangebot für die Schweden zurück. Inzwischen hatte sich auch das Board of Directors von Haldex einstimmig für eine Empfehlung des ZF-Angebots ausgesprochen. - Bild: ZF Friedrichshafen

  • Haldex ZF Friedrichshafen SAF Holland Knorr-Bremse

    Am 05. September 2016 geht der Bieterwettkampf um Haldex allerdings in eine neue Runde: Der Münchener Bremssystem-Spezialist hat nun ebenfalls Interesse an den Schweden und überbietet ZF Friedrichshafen mit einer Offerte von 110 Schwedischen Kronen je Haldex-Aktie oder insgesamt 4,86 Milliarden Kronen (rund 508 Millionen Euro). Nur neun Tage später zog ZF nach und erhöhte das eigene Angebot ebenfalls auf 110 Schwedische Kronen je Haldex-Papier. - Bild: Knorr-Bremse

  • Haldex ZF Friedrichshafen SAF Holland Knorr-Bremse

    Übernahme für ZF so gut wie verpackt: Am 15. September bekommen die Friedrichshafener grünes Licht von sämtlichen beteiligten nationalen Kartellbehörden. Wie der Konzern weiter mitteilte, kontrollierte er zu diesem Zeitpunkt einen Gesamtanteil von 21,24 Prozent an Haldex. - Bild: Haldex

  • Deller Haldex ZF Friedrichshafen SAF Holland Knorr-Bremse

    Da fährt Knorr-Bremse-Chef Klaus Deller ZF ein zweites Mal in die Parade und stockt das Angebot für Haldex auf satte 125 Schwedische Kronen auf. Das war deutlich mehr als Konkurrent ZF Friedrichshafen mit dem Angebot von 110 Kronen. ZF erhöhte daraufhin auf 120 Schwedische Kronen und bleib somit unter dem Knorr-Bremse-Gebot.- Bild: Knorr-Bremse

  • Haldex ZF Friedrichshafen SAF Holland Knorr-Bremse

    Dennoch empfiehlt Haldex weiterhin die Offerte von ZF Friedrichshafen. "Wir empfehlen unseren Aktionären nach wie vor das Angebot von ZF anzunehmen", welches man als "freundlich" ansehe, sagte Haldex-Vorstandschef Bo Annvik am 21. September auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Knorr-Bremse reagierte mit scharfer Kritik: Das Haldex-Management handle nicht im Interesse der Aktionäre, sondern führe die Anleger in die Irre, hieß es einen Tag später aus München. - Bild: Haldex

  • Haldex ZF Friedrichshafen SAF Holland Knorr-Bremse

    Am 28. September verkündete ZF Friedrichshafen, seine Offerte weder weiter aufstocken noch die Annahmefrist verlängern zu wollen. "Wenn wir raus sind, sind wir raus", unterstrich Sommer. Die Übernahmepläne für Haldex würden definitiv zu den Akten gelegt, wenn nicht bis zum Ende der Annahmefrist am darauf folgenden Montag 50 Prozent plus eine Aktie an dem schwedischen Nutzfahrzeuglieferanten angedient worden seien. - Bild: ZF Friedrichshafen

  • Haldex ZF Friedrichshafen SAF Holland Knorr-Bremse

    Am 05. Oktober 2016 ist ZF dann offiziell raus: Die Annahmequote von 50 Prozent wurde verfehlt. "ZF nimmt zur Kenntnis, dass die Aktionäre von Haldex sich dazu entschieden haben, das empfohlene Angebot nicht anzunehmen", erklärte das Unternehmen. "Das Ziel von ZF, am weiteren Erfolg von Haldex beteiligt zu sein, bleibt unberührt." Mit einem Anteil von 21,67 Prozent des gesamten Aktien- und Stimmrechtskapitals ist ZF aktuell der größte Aktionär von Haldex. - Bild: Knorr-Bremse

  • Haldex ZF Friedrichshafen SAF Holland Knorr-Bremse

    Angesichts des Scheiterns von ZF Friedrichshafen äußerte sich der Kontrahent zuversichtlich. "Die Tatsache, dass die Mehrheit der Aktionäre ihre Aktien ZF nicht angedient hat, bestätigt, dass wir das bessere Angebot gemacht haben", teilte Knorr-Bremse unmittelbar mit. Aktionäre können bis zum 5. Dezember ihre Aktien Knorr-Bremse andienen. "Mit Blick auf die kartellrechtliche Prüfung sind wir unverändert zuversichtlich, alle erforderlichen Kartellfreigaben zu erhalten." - Bild: Knorr-Bremse

  • Haldex ZF Friedrichshafen SAF Holland Knorr-Bremse

    18. Oktober 2016: Haldex muss sich einen neuen Chef suchen. Bo Annvik teilte nach vier Jahren an der Spitze mit, dass er Haldex verlassen werde. Der Manager wird spätestens Ende April 2017 CEO der schwedischen Industriegruppe Indutrade. Das Haldex-Board teilte mit, unmittelbar mit der Nachfolgesuche zu beginnen.

  • Haldex, ZF Friedrichshafen, SAF Holland, Knorr-Bremse, Thiele

    Der Knorr-Bremse-Eigentümer Heinz Hermann Thiele könnte bei Haldex bald am Ziel sein: Am 08. November 2016 empfahl das Board of Directors von Haldex seinen Aktionären, die Übernahmeofferte von Knorr-Bremse anzunehmen. Allerdings steht die Empfehlung unter der Bedingung, dass der Bremsenhersteller die nötigen kartellrechtlichen Genehmigungen erhält.