koenig,bauer,druckmaschinen,gewinn,prognose,umsatz,ergebnis,2016,ebit,ebitda

Koenig & Bauer hat 2016 seine Gewinnprognose erreicht, die erst im November erhöht worden war. - Bild: Koenig & Bauer

Nach vorläufigen Zahlen für das Jahr 2016 erreichte der Auftragseingang 1,150 Milliarden Euro und der Umsatz 1,167 Milliarden Euro, wie die Koenig & Bauer AG mitteilte. Mit einem vorläufigen Vorsteuerergebnis von 57 Millionen Euro vor positiven Sondereinflüssen lag die Rendite bei 4,8 Prozent.

Das Unternehmen hatte im November eine Vorsteuerrendite von bis zu 5 Prozent in Aussicht gestellt. Zuvor hatte die Prognose bei 3 bis 4 Prozent gelegen.

Vergleichszahlen wurden nicht genannt. Für das Jahr 2015 hatte Koenig & Bauer im Geschäftsbericht einen Auftragseingang von 1,183 Milliarden, Umsatzerlöse von 1,025 Milliarden und ein Ergebnis vor Steuern von 29,7 Millionen Euro ausgewiesen.

In den Jahren 2017 bis 2021 strebt das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum von rund 4 Prozent im Jahr an. Gut die Hälfte des Zuwachses soll im Verpackungsdruck erzielt werden, der nach interner Einschätzung mit durchschnittlich 4 Prozent jährlich wachsen werde. Weiteres Wachstum sollen das expandierende Servicegeschäft und Marktanteilsgewinne beisteuern. Die EBIT-Marge soll in dem Zeitraum zwischen 4 und 9 Prozent liegen.

Im Sicherheitsdruck prüft das Unternehmen Wachstumsoptionen einschließlich strategischer Partnerschaften im Lifecycle der Banknote. Ein weiteres strategisches Ziel sei die Stärkung der Stabilität der Gruppe über reduzierte Volatilität und Risiken. Mit einer Steigerung des Service-Umsatzanteils auf 30 Prozent soll eine höhere Ertragsstabilität erreicht werden.

Zwischen 15 und 30 Prozent des Konzerngewinns sollen als Dividende ausgeschüttet werden. Die Eigenkapitalquote soll über 45 Prozent liegen und das Net Working Capital bei 20 und 25 Prozent des Umsatzes.

Die für den Sicherheitsdruck zuständige Schweizer Tochtergesellschaft KBA-NotaSys habe ein gegen sie in der Schweiz geführtes Verfahren wegen Defiziten in der Korruptionsprävention durch eine Einigung mit der schweizerischen Bundesanwaltschaft beigelegt. Die Gesellschaft hatte das Verfahren durch Selbstanzeige eingeleitet. Gegen sie werde ein symbolisches Bußgeld in Höhe von 1 Schweizer Franken festgesetzt, zudem habe sie der Einziehung von Gewinnen aus Projekten der Jahre 2005 bis 2012 in vier Ländern in Höhe von 27,8 Millionen Euro zugestimmt. Das Konzernergebnis werde dadurch nicht belastet, teilte Koenig & Bauer mit.