Nach der Pleite des Konkurrenten Manroland hat sich Koenig & Bauer prinzipiell offen für Gespräche

Nach der Pleite des Konkurrenten Manroland hat sich Koenig & Bauer prinzipiell offen für Gespräche gezeigt, sich aber gleichzeitig bedeckt gehalten was die künftige Entwicklung der Druckmaschinenhersteller angeht (Bild: Koenig & Bauer).

FRANKFURT (Dow Jones/ks)–Gespräche in diese Richtung würden aber aktuell nicht geführt, sagte Finanzvorstand Axel Kaufmann der “Börsen-Zeitung (BöZ – Samstagausgabe). Zu den Folgen der Manroland-Insolvenz für das eigene Unternehmen äußerte sich Kaufmann zurückhaltend. “Ein Insolvenzverfahren heißt ja nicht, dass alles sofort verschwindet.” Betroffen sei ohnehin nur ein Ausschnitt der eigenen Aktivitäten, da Koenig & Bauer breiter aufgestellt sei.

Auch zu einem Interesse an Teilen von Manroland bei einer möglichen Zerschlagung des Konzerns hielt sich Kaufmann bedeckt. “Überkapazitäten waren und sind ein bekanntes Manko der Branche, weshalb wir uns auch in Nischenmärkte weiterentwickelt haben. Wir sehen durch diese möglichen Veränderungen noch keinen Kapazitätsmangel”, sagte der Manager lediglich. Koenig & Bauer verfolge weiterhin Programme zur Auslastungsverbesserung und werde “alle weiteren Optionen sondieren”.

Zur Entwicklung des aktuellen Geschäfts sagte Kaufmann, sein Unternehmen spüre die Auswirkungen der Schuldenkrise vor allem in Südeuropa. Bei Zeitungsmaschinen gebe es eine hohe Zurückhaltung der Kunden auch in anderen Regionen. “Und im Verpackungsdruck, wo es eigentlich gut läuft, ist wieder mehr Unsicherheit spürbar. Bekanntlich ist Unsicherheit dem Investitionsgütergeschäft nicht förderlich”, sagte Kaufmann.