Der Druckmaschinenhersteller Koenig&Bauer hat im ersten Quartal erneut rote Zahlen geschrieben.
FRANKFURT (Dow Jones/ks)–Auf Gesamtjahressicht wollen sich die Würzburger trotz des anhaltend schwierigen Marktumfeldes nach Angaben vom Mittwoch aber wieder in die Gewinnzone sparen.
In den Monaten von Januar bis März sanken die Einnahmen um 4,7% auf 209,8 (Vorjahr: 220,2) Mio Euro. Dies begründet das Unternehmen mit einem schleppenden Auftragseingangs von November 2009 bis Februar 2010 und der geringen Zahl gelieferter Rollendruckanlagen im Berichtsquartal. In den ersten drei Monaten 2010 verzeichnete Koenig&Bauer beim Auftragseingang aber wieder ein Plus von 43,2%.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei minus 19,4 (minus 32,7) Mio Euro, die Bruttomarge verbesserte sich dank Kostensenkungen gleichzeitig auf 21,7% von 13,6%. Das Nettoergebnis belief sich auf -20,2 (-33,2) Mio Euro. Ziel bleibe es, trotz des schwierigen Branchen- und Wirtschaftsumfelds sowohl den Umsatz als auch das positive Vorsteuerergebnis aus dem Vorjahr zu steigern, erklärte Vorstandsvorsitzender Helge Hansen laut Mitteilung. Unter dem Strich sollen wie auch 2009 schwarze Zahlen stehen, bestätigte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Eine genauere Prognose sei zu diesem Zeitpunkt angesichts der immer noch labilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wenig sinnvoll.
2009 waren die Würzburger anders als die Konkurrenten Heidelberger Druck und manroland aus der Verlustzone gekommen und hatten auf allen Ertragsebenen schwarze Zahlen geschrieben. Bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30% auf 1,05 Mrd Euro gelang der Koenig & Bauer AG noch ein Betriebsergebnis von 8,7 Mio Euro. Unter dem Strich lag das Plus bei 6,6 Mio Euro.
Dabei half dem SDAX-Konzern vor allem ein striktes Sparprogramm, das bereits im Frühjahr vergangenen Jahres eingeleitet worden war und mehrmals verschärft wurde. Die Belegschaft soll in mehreren Stufen von ehemals mehr als 8.000 Menschen auf rund 6.000 Mitarbeitern reduziert werden. Bis 2012 sollen so insgesamt etwa 500 Mio Euro eingespart werden.