Kohlekraftwerk

Der Weltklimagipfel hatte am Wochenende beschlossen, dass ab 2050 nur noch so viel CO2 in die Luft geblasen werden darf, wie die Erde absorbieren kann. - Bild: Fotolia.com - Tom Bayer

Dieses Ziel rief Bundesumweltministerin Barbara Hendricks nach dem erfolgreichen Abschluss des Weltklimagipfels am Montag in Berlin aus.

"Wir werden einen Klimaschutzplan 2050 nicht ohne klare Aussage zur Verstromung fossiler Energieträger verabschieden können", gab sich die SPD-Politikerin nach dem Erfolg von Paris entschlossen. Der Klimaschutzplan der Bundesregierung soll im nächsten halben Jahr erstellt werden und für den Zeitraum bis zur Mitte des Jahrhunderts konkrete Zielwerte definieren, wie der Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid gesenkt werden soll. Die Kohle gilt dabei als besonders klimaschädlich.

Strukturwandel ohne Brüche

Hendricks hatte schon vor dem Gipfel in der französischen Hauptstadt keinen Hehl daraus gemacht, dass sie in 20 bis 25 Jahren aus der Verfeuerung von Kohle zur Stromproduktion aussteigen will. Für die Kumpel in den Braunkohlerevieren im Rheinland, Mitteldeutschland und der Lausitz heißt das, dass spätestens 2050 die Bagger stillstehen werden.

Hendricks versprach den Bergleuten, dass ihnen aber nicht der Boden unter den Füßen weggezogen werden soll. sie kündigte einen "Strukturwandel ohne Brüche" an. "Da haben wir Erfahrung wie das geht", sagte die Ministerin.

Der Weltklimagipfel hatte am Wochenende beschlossen, dass ab 2050 nur noch so viel CO2 in die Luft geblasen werden darf, wie die Erde absorbieren kann. Damit soll die Erderwärmung auf zwei Grad begrenzt werden.